Architektur der Zwischenkriegszeit

Innovative Erzählung über das Alte und das Neue

Entdecke die Architektur der Zwischenkriegszeit

1918 – 1929

Žemaitė Schule
Šviesos Str. 15, Region Telšiai
1918
1945, zum 100. Jubiläum der Klassikerin der litauischen Literatur Žemaitė, wurde dem Gymnasium ihr Name verliehen. Sogar in der Sowjetzeit wurde hier verstärkt litauische Sprache und Literatur gelehrt. Unter den AbsolventInnen des Gymnasiums sind einige bekannten Persönlichkeiten zu finden: der Dichter Vytautas Mačernis, die Frau des Präsidenten Litauens Alma Adamkienė, der Historiker Alfredas Bumblauskas und andere.
Mehr erfahren
Gebäude
Kęstučio Str. 3, Telšiai
1920
Das drei Stockwerke hohe Gebäude aus rotem Backstein sollte damals ziemlich exorbitant wirken: Noch heute befinden sich in seiner Nachbarschaft viel bescheidenere Holzhäuser. Früher gab es in diesem Haus das Kinotheater „Džiugas“. 2016 wurde hier das Telšiaier Zentrum für Angewandte Forschung und Konservierung des Kulturerbes der Vilniusser Kunstakademie eröffnet.
Mehr erfahren
Antanas Mončys Haus–Museum
S. Daukanto Str. 16 / Kęstučio Str. 17, Palanga
1921
Der Architekt Petras Lapė wählte für die Fassade dieses Gebäudes eine blaue Farbe. Er erklärte den Journalisten seine Entscheidung wie folgt: „Meiner Meinung nach müssen wir das Haus mit einer intensiven Farbe anstreichen. Wieso soll das Holz wie ein grauer Beton aussehen? Die Bewohner dieser Region haben ihre Häuser gewöhnlich mit selbstgemachten Farben angestrichen — nur diese konnten dem Meeresklima gegenüber resistent bleiben.“
Mehr erfahren
Vytautas-Magnus-Militärmuseum und das Nationale M.-K.-Čiurlionis-Kunstmuseum
K. Donelaičio Str. 64, Kaunas
1921
Der Grundstein für das Nationale M.-K.-Čiurlionis-Museum für Bildende Kunst wurde 1930 gelegt, als die Erste Litauische Republik des 500-jährigen Todestags des Großfürsten Vytautas gedachte. Die Erde für das Fundament des Gebäudes wurde damals teilweise vom Gediminas-Berg in Vilnius, teilweise aus Orten gebracht, an denen nach dem Ersten Weltkrieg die Unabhängigkeitskämpfe Litauens stattfanden.
Mehr erfahren
Das Hauptgebäude der Technischen Universität Kaunas
K. Donelaičio Str. 73 / Vienybės Platz, Kaunas
1924
Dieses Gebäude zeichnet sich durch klassizistische Züge und typische Elemente der damaligen Bankarchitektur aus. „In der neu erbauten Landesbank gibt es keine teuren Einrichtungen, schnörkelige Gipsverzierungen und Ornamente. Diese verschönern zwar den Raum, sind aber ein Staubfänger”, schrieb 1935 das litauische Tagesblatt ”Lietuvos aidas”.
Mehr erfahren
Das gelbe Mineralwasser Brunnenhaus
B. Sruogos Str. 3, Birštonas
1928
Das Wort „Büvette“ kommt aus dem Französischen und bedeutet „Bau über einer Mineralwasserquelle“. Der Besitzer des Kurorts Ignotas Kvinta nannte die Quelle zunächst nach seiner Tochter Viktorija. Später schlug der berühmte litauische Priester und Schriftsteller Juozas Tumas – Vaižgantas für sie den Namen des Großfürsten Vytautas vor. Heute ist unter diesem Namen eines der populärsten Mineralwasser in Litauen bekannt.
Mehr erfahren
Das ehemalige Haus des Malers Antanas Žmuidzinavičius
V. Putvinskio Str. 64, Kaunas
1928
In diesem Haus hat der Künstler Žmuidzinavičius begonnen, seine berühmt gewordene Sammlung von Teufelfiguren zu sammeln. Den Impuls hierzu gab der Pfarrer Vaižgantas, als er seinem guten Freund eine kleine Teufelfigur schenkte. Nach dem Tod des Künstlers wurde 1966 hier ein Museum für sein Werk und seine Sammlungen eröffnet. Bald darauf konnten die BesucherInnen auch seine museale Wohnung und Werkstätte besichtigen.
Mehr erfahren
Staatsphilharmonie Kaunas
E. Ožeškienės Str. 12, Kaunas
1929
In den ersten 20 Jahren der sowjetischen Okkupation wechselte das Gebäude immer wieder seine Funktion: Hier wurde die Abteilung des Ministeriums der Sowjetischen Republik Litauen für Binnenwasserstraßen, das Institut für Architektur und sogar ein Puppentheater untergebracht. Erst 1961 fand hier die Philharmonie ihren Wohnsitz. 2004 wurde das Gebäude durch die Kulturerbe-Architektin Rymantė Gudienė rekonstruiert und besser an die musikalischen Belange angepasst.
Mehr erfahren
Die Litauische Bank
Maironio Str. 25, Kaunas
1929
Interessanterweise wurde im Gebäude der Zentralbank auch gelebt. Hier wurden unter anderem auch Wohnungen, Garagen und Wäschereien für Beamte eingerichtet. In einer prachtvollen Acht-Zimmer-Wohnung wohnte der litauische Ministerpräsident Augustinas Voldemaras mit seiner Familie. Sie benutzten die Bibliothek, die Empfangsräume mit Balkon, den separaten Eingang und den Fahrstuhl.
Mehr erfahren
Circle Rectangle Square Triangle

1930 – 1932

Objekte zeigen

1930 – 1932

Bischofspalast
Katedros Platz 5, Telšiai
1930
„Der Palast ist sehr geräumig, komfortabel und schön. Alle modernen Einrichtungen sind vorhanden. Außerdem ist er an einem der schönsten Orte der Stadt Telšiai errichtet worden.“, schrieb am 19. August 1930 ein Korrespondent in der litauischen Tageszeitung „Lietuvos aidas“.
Mehr erfahren
Tourismusinformationszentrum Birštonas
B. Sruogos Str. 4, Birštonas
1930
Die Holzarchitektur wurde für die modernen Städte der Ersten Litauischen Republik für unpassend gehalten. Für einen Kurort war sie aber gerade sehr geeignet. Im Gebäude wurden einige Dienstwohnungen für Beamte eingerichtet. In der Zwischenkriegszeit gab es hier die Post und die Ambulanz.
Mehr erfahren
Wohnhaus
Laisvės Allee 8, Region Plungė
1931
Man hatte eine Entscheidung getroffen, in Plungė ein Freiheitsdenkmal zu errichten. Kurz vor dem Abschluss der Bauarbeiten wurden unzufriedene Stimmen laut: Warum wurde der Engel mit nackter Brust dargestellt? Die örtliche Elite war dagegen mit der christlichen Symbolik der Statue nicht einverstanden. Nach einigen Jahren wurde der bereits etwas verfallene Bau abmontiert. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.
Mehr erfahren
Das Kurhaus
B. Sruogos Str. 2, Birštonas
1931
„Kurhauzas“ ist ein aus dem Deutschen entliehenes litauisches Wort und bedeutet „größeres Gebäude in einem Kurort mit Kursaal und Räumen für die Gäste“. Wie aus den historischen Dokumenten hervorgeht, war das Birschtoner Gebäude ziemlich heruntergekommen. Nach der Renovierung pflegte dort an den Feiertagen ein Orchester zu spielen. 1931 wurde das Gebäude abgerissen, und an dessen Stelle ein neues Kurhaus errichtet. Auch heute gibt es hier ein Restaurant und einen Konzertsaal, und es finden Kunstausstellungen statt.
Mehr erfahren
Künstlerhaus Kaunas
V. Putvinskio Str. 6, Kaunas
1931
Die Vatikanische Botschaft, für die das Gebäude ursprünglich bestimmt war, ist hier letztendlich nicht eingezogen. 1932 befand sich hier ein Kinderkrankenhaus. Später wurden im Gebäude eine Tuberkulose-Klinik und ein Kindergarten untergebracht. Bald wird es 50 Jahre her sein, seitdem es hier das Künstlerhaus Kaunas gibt. Fast jeden Tag finden im Gebäude oder nebenan diverse Kunst- und Kulturveranstaltungen statt.
Mehr erfahren
Standseilbahn Žaliakalnis
Aušros Str. 6, Kaunas
1931
Die Popularität der Standseilbahn war enorm. Dies bestätigt auch die folgende Aussage, die in der Tageszeitung „Lietuvos aidas“ vom November 1931 zu finden ist: „Auch wenn die Standseilbahn außer Betrieb ist, kommen viele Leute dennoch hierher und steigen an dieser Stelle den Berg hoch und wieder hinunter.“
Mehr erfahren
Polizeigebäude
Vytauto Str. 1 und Vytauto Str. 3, Region Plungė
1932
Heute befindet sich das Gebäude an der Ecke der Vytauto-Straße. Zwei Stockwerke hoch, mit etwas gebogenen modernistischen Formen, aus Backstein. Es wurde bereits nach dem großen Brand gebaut, der in der Stadt viel Schaden angerichtet hatte. Es ist bekannt, dass es neben dem ehemaligen Hotel auch eine Tankstelle mit einem unterirdischen Reservoir gab.
Mehr erfahren
Der Bahnhof und das Eisenbahnerhaus von Plungė
Stoties Str. 44, Region Plungė
1932
Die Eröffnung des Bahnhofs war ein großes Ereignis für die Stadt Plungė. Hier wohnten viele Kaufleute, für die eine neue Bahnlinie einen größeren Umsatz bedeutete. Diese Verbindung trug maßgeblich zum Wachstum der Stadt bei. Zur Eröffnung kam der litauische Präsident Antanas Smetona mit dem Zug nach Plungė.
Mehr erfahren
Hauptpost
Laisvės Allee 102, Kaunas
1932
Im Laufe von 100 Jahren ist die Funktion dieses Gebäudes immer dieselbe geblieben. Die Kaunasser Hauptpost ist für die StadtbewohnerInnen eines der wichtigsten und teuersten Objekte. 2015 wurden auf Beschluss der Europäischen Kommission hin 44 modernistische Gebäude in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, darunter auch die Hauptpost.
Mehr erfahren
Das ehemalige Gebäude des Milchzentrum Verbandes
Laisvės Allee 55 / S. Daukanto Str. 18, Kaunas
1932
Im Erdgeschoss dieses Gebäudes waren kommerzielle Einrichtungen untergebracht: eine Milchbar, ein Laden, ein Imbiss und der populäre Friseursalon von Juozas Muralis. Dort ließen die Frauen der wichtigsten Staatsmänner ihre Haare machen. In den oberen Etagen des Hauses waren Wohnungen eingerichtet, von denen sich ein beeindruckender Ausblick eröffnete. So eine Wohnung konnte sich nicht jedermann leisten, wie auch nicht jedermann den Friseursalon von Muralis besuchen konnte.
Mehr erfahren
Circle Rectangle Square Triangle

1933 – 1935

Objekte zeigen

1933 – 1935

Birštonas Museum
Vytauto Str. 9, Birštonas
1933
Ein Förster, der im Kurort tätig war, entschied sich dafür, Zimmer für Erholungssuchende zu vermieten und auf diese Weise zusätzlich zu verdienen. So entstand diese Holzvilla. Bis zum Zweiten Weltkrieg kamen hierher LehrerInnen, um Urlaub zu machen. Später wurde die private Villa zum staatlichen Erholungshaus „Ramunė“. 1967 wurde in diesem Gebäude das Stadtmuseum von Birštonas untergebracht.
Mehr erfahren
Die Schlamm- und Wasserheilklinik im Sanatorium Tulpė
Birutės Str. 35, Birštonas
1933
„Der Besuch der heilenden Birschtoner Mineralwasser-, Kohlensäure- und Schlammbäder wird nicht einmal bei Regen unterbrochen. Jeden Tag nutzen sie immer mehr Erholungssuchende.“ Dies berichtete im August 1935 das litauische Tagesblatt „Lietuvos aidas“ über die besagte Birschtoner Heilanstalt.
Mehr erfahren
Das ehemalige Gebäude des Antanas-Gylys-Krankenhauses
V. Putvinskio Str. 62, Kaunas
1933
Die Heilanstalt ist ein Teil des einzigartigen Gebäude-Komplexes auf der Vladas-Putvinskis-Straße. In der Sowjetzeit gab es hier ein Krankenhaus, nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit — eine Poliklinik. Drinnen sind viele Interieur-Details erhalten geblieben, die erst nach der Restaurierung wieder sichtbar geworden sind. Bis heute funktioniert im Gebäude auch der Aufzug des schweizerischen Unternehmens „Schindler“, der in der Zwischenkriegszeit eingebaut wurde.
Mehr erfahren
Ehemaliges Gebäude des Unternehmens Pažanga
Laisvės Allee 53, Kaunas
1934
Im Gebäude befanden sich der Vorstand des Bundes der litauischen Nationalisten, die Redaktionen der Zeitschrift „Jaunoji karta“ und des Tageblatts „Lietuvos aidas“. Später wurde in der vierten Etage ein Restaurant, auf dem Dach eine Terasse und im Erdgeschoss das Galanteriewarengeschäft des Unternehmens „Parama“ untergebracht. Sogar der Raum des Kellers wurde genutzt — dort wurde ein Sitzungssaal eingerichtet.
Mehr erfahren
Offiziersclub Ramovė
Birutės Allee 46, Palanga
1935
Diese Holzvilla wurde durch den Verein der Offiziere Litauens gekauft. Im Frühling des daraufkommenden Jahres wurde sie renoviert. Es wurden 20 Zimmer für 50 Erholungssuchende eingerichtet. Sobald die Villa im Sommer mit dem Schild „Vila Ramovė“ versehen wurde, waren alle Zimmer immer gleich ausgebucht.
Mehr erfahren
Fakultät für chemische Technologien an der Technischen Universität Kaunas
Radvilėnų Landstr. 19, Kaunas
1935
Die Bauarbeiten des Forschungslabors leitete der Oberst, Ingenieur und Doktor der Chemiewissenschaften Juozas Vėbra, da das Gebäude maximal vor Unglücksfällen geschützt sein sollte. Er ließ sich dabei von seinen Besuchen in den progressivsten Forschungslaboren Deutschlands, Belgiens, Frankreichs, Spaniens und der Schweiz inspirieren.
Mehr erfahren
Circle Rectangle Square Triangle

1936 – 1940

Objekte zeigen

1936 – 1940

Handwerksschule
Muziejaus Str. 29, Region Telšiai
1936
Einige geschickt verbundene Gebäudeteile, die weiße Fassade ergänzende und mit dem Dach korrespondierende rote Backsteine zwischen den Fenstern. Aus der Handwerkerschule Telšiai entwickelte sich mit der Zeit die Zweigstelle der Vilniusser Kunstakademie. Ein interessantes Detail: 1939 wurden die hier hergestellten Möbelstücke in der New Yorker Weltausstellung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.
Mehr erfahren
Stadttheater Telšiai
Respublikos Str. 18, Region Telšiai
1936
Im Erdgeschoss des Theatergebäudes befanden sich eine Kasse, ein Büffet und eine Garderobe. Durch den separaten Eingang aufseiten der A.-Smetonos-Straße konnte man in die hier untergebrachten Läden gelangen. Im ersten und zweiten Stockwerk wurde ein Saal mit 260 Sitzplätzen für Aufführungen und andere Veranstaltungen eingerichtet.
Mehr erfahren
Villa Vaidilutė
J. Basanavičiaus Str. 21, Palanga
1936
2015 schrieb der Journalist Dovydas Pancerovas: „Auf der Touristenmeile der Stadt, auf der J. Basanavičiaus-Straße, unter den russische Musik dudelnden Kneipen befindet sich ein seltsames Haus. Es ist das Museum für das Exil und den Widerstand, das eher an ein schlichtes Holzboot erinnert, welches aus Versehen auf die Straße der Rennboote gelangt ist.“
Mehr erfahren
Offiziersklub der Besatzung Kaunas der litauischen Armee
A. Mickevičiaus Str. 19, Kaunas
1937
Für die Innenausstattung wurden teure Materialien benutzt, sie wirkt aber nicht pompös. Im Restaurant, das sich im Erdgeschoss befand, feierte der litauische Präsident Antanas Smetona Silvester. Die erste Etage erfüllte eine repräsentative Funktion: Dort waren geräumige Säle zu finden, deren Interieur sich durch Elemente des Art déco und des so genannten Nationalstils wie auch durch an das Mittelalter erinnernde Motive auszeichnete.
Mehr erfahren
Handels-, Industrie- und Handwerkskammer Kaunas
K. Donelaičio Str. 8, Kaunas
1938
Vor dem Zerfall wurde das Gebäude durch die Tatsache verschont, dass hier nach dem Zweiten Weltkrieg eine Bibliothek unterbracht wurde. Ihre MitarbeiterInnen gingen mit den darin verbliebenen Interieurdetails sehr behutsam um. Heute ist das Gebäude der Sitz der Abteilung für Alte und Rare Drucke der Öffentlichen Kreisbibliothek Kaunas. Hier werden regelmäßig Ausstellungen über die Kaunasser Geschichte veranstaltet.
Mehr erfahren
Ehem. Forstamt Gebäude
Laisvės Allee 19, Region Plungė
1939
Zum 500-jährigen Todestag des litauischen Großfürsten Vytautas wurde neben dem ehemaligen Forstamt eine Eiche gepflanzt. Es wird behauptet, dass kurz nach dem Kriegsende im Gebäude eine Feldkommandatur untergebracht wurde. Im Keller befand sich ein Gefängnis für die sowjetischen Soldaten. Daran erinnern die Inschriften an den Wänden.
Mehr erfahren
Alter Busbahnhof von Palanga
Vytauto Str. 94 / Kretingos Str. 1, Palanga
1939
Erholungssuchende sollten den Kurort gut erreichen können, deshalb entschied man sich für den Bau eines Busbahnhofs. 1937 wurde ein Stadtviertel zwischen der Kretingos-Straße, Vytauto-Straße und dem alten Marktplatz gekauft. Die alten Häuser, die hier gestanden haben, wurden ohne jegliche Bedenken abgerissen. Das neue Gebäude des Bahnhofs gab den Impuls für die rasche Modernisierung der Stadt.
Mehr erfahren
Vladas Jurgutis Hauptschule in Palanga
Ganyklų Str. 2 / Kretingos Str. 21, Palanga
1939
Eine interessante Modifizierung des Gymnasiums waren geräumige Ferienappartements, wo bis zu 200 Erholungssuchende, Touristen und Reisende eine Unterkunft finden konnten. 200! Es ist ein wahres Beispiel der Geschäftigkeit. Und in der Tat: Warum sollten die Räume über den Sommer, wenn die Schüler Ferien haben, leer stehen?
Mehr erfahren
Das Sugihara-Haus
Vaižganto Str. 30, Kaunas
1939
1940 wandten sich jüdische Flüchtlinge aus Polen an den holländischen Konsul Jan Zwartendijk, der damals in Kaunas amtierte. Er erklärte sich einverstanden, ihnen Visa für eine Insel im Karibischen Meer zu geben. Zwartendijk setzte sich aus diesem Anlass mit dem japanischen Konsul Sugihara in Verbindung, denn dafür brauchten die Flüchtlinge auch Transitvisa durch Japan. Sugihara gab den Juden 2.139 Transitvisa aus. Es wird geschätzt, dass die beiden Beamten auf diese Weise das Leben von 6.000 bis 10.000 Menschen gerettet haben.
Mehr erfahren
Stadtverwaltung Kaunas
Laisvės Allee 96, Kaunas
1940
Das Erdgeschoss wurde nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Litauens rekonstruiert, als im Gebäude die Stadtverwaltung Kaunas untergebracht werden sollte. Bereits die Drehtür am Eingang weckt das Interesse und lädt zum Hineinschauen ein. Drinnen sind mehrere Elemente der Innenausstattung erhalten geblieben, darunter eine Grafikarbeit im Stil des Art déco und die einzigartige verglaste Decke im Großen Saal. Sie alle haben die Zeit der Sowjetokkupation überstanden.
Mehr erfahren
Das Kinotheater Romuva
Laisvės Allee 54, Kaunas
1940
„Eine Legende hat sich nicht bestätigt... Und sie lautete so: Auf der Laisvės-Allee wird bald ein Kinotheater eröffnet, in dem auch das modernste Café in Kaunas unterbracht werden soll. Das Kinotheater existiert zwar, aber wo ist es denn das besagte Café...?“, ironisierte der Autor des Aufsatzes „Romuva“, der am 8. April 1940 in der litauischen Tageszeitung „Lietuvos aidas“ erschien.
Mehr erfahren
Jesus Christus Auferstehungs-Basilika in Kaunas
Žemaičių Str. 31A, Kaunas
1940
Einer der Entwürfe der Kirche erinnerte an ein Gemälde von M. K. Čiurlionis: Es sollte ein 86 m hoher Turm mit einem offenen Treppenhaus entstehen. In der Gesellschaft wurde dieser Entwurf heiß diskutiert. Schließlich wurde der Bau begonnen, nachdem man sich für das Projekt von Karolis Reisonas mit etwas mehr lakonischen Formen entschied. Wussten Sie, dass der lettischstämmige Architekt protestantisch war und aus diesem Anlass zum Katholizismus konvertierte?
Mehr erfahren
Circle Rectangle Square Triangle

Jahr unbekannt

Objekte zeigen

Jahr unbekannt

Villen Komplex
Maironio Str. 14 und Maironio Str. 12, Druskininkai
Etwas weiter vom Stadtzentrum entfernt stehen zwei Villen, die von üppigen Pflanzen umgeben und vollkommen in ihr Umfeld eingebunden sind. Die erste hat das Flair der italienischen Romantik. Im Gebäude gab es früher ein Restaurant, und die Zimmer wurden an UrlauberInnen vermietet. Die andere mutet eher schweizerisch an. Dort können Sie gerne auch heute vorbeikommen: Seit langem gibt es dort das Café „Širdelė“ (dt. Herzchen).
Mehr erfahren
Kirche der Heiligen Maria von dem Skapulier in Druskininkai
I. Fonbergo Str. 15, Druskininkai
In den Archiven ist ein interessantes Detail festgehalten: In den Okkupationsjahren wurde der Priester Juozas Vaičiūnas nach Druskininkai verlegt. Zu Besuch in seine Pfarrei kamen solch bekannte litauische Persönlichkeiten wie der Sprachwissenschaftler Juozas Balčikonis und der Schriftsteller Vincas Mykolaitis-Putinas.
Mehr erfahren
Villa Radium
T. Kosčiuškos Str. 9, Druskininkai
Die Herkunft des Namens dieser Villa ist rätselhaft: Es wird behauptet, dass sie nach dem chemischen Element Radium benannt wurde, das im Quellenwasser von Druskininkai gefunden wurde. Klingt unromantisch? Bedenken Sie aber, dass erst zehn Jahre nach der Entdeckung dieses Elements weltweit verstrichen waren. Auf Französisch bedeutet Radium „Strahl“.
Mehr erfahren
Sanatorium
Kurorto Str. 6, Druskininkai
Es sind keine Informationen über die Person bekannt, die das Sanatorium entworfen hat. Nach wie vor ist es ein Gebäude, in dem es sich lohnt, die Zeit zu verbringen. Nicht nur wegen des Ortes, der einen ruhigen Aufenthalt verspricht, sondern auch wegen der außerordentlichen Architektur. Durch die großen Fenster im Erdgeschoss können die BesucherInnen der Sauna direkt auf den Fluss Memel schauen.
Mehr erfahren
Villa Maurė
Laisvės Allee 21, Druskininkai
In der Sowjetzeit war die Villa im kritischen Zustand. Später wurde sie saniert. Die Wohnungen wurden an die Bedürfnisse der Erholungssuchenden angepasst. Nach der Renovierung 2004 wurde hier das Hotel „Dalija“ mit 11 Appartements eingerichtet. Innen ist ein authentisches, mit Holzschnitzereien versehenes Treppenhausgeländer erhalten geblieben.
Mehr erfahren
1918
1920
1921
1924
1928
1929
1930
1931
1932
1933
1934
1935
1936
1937
1938
1939
1940

Mobile App

Erkunde die Architektur der Zwischenkriegszeit Litauens

App store Google play
Ihr Kommentar

Senden
Kommentar erfolgreich abgesendet!