ZURÜCK

Antanas Mončys Haus–Museum

8°C
S. Daukanto Str. 16 / Kęstučio Str. 17, Palanga
Hören
Routen

Es ist üblich, dass Gedenkstätte Museen in den Häusern oder Wohnungen eingerichtet werden, wo wichtige Persönlichkeiten einst gewohnt haben. Das Antanas Mončys Haus-Museum bildet eine Ausnahme dieser Tradition. Der in den Jahren des Zweiten Weltkrieges nach Westen emigrierte Bildhauer ist in Mončiai, in Rayon Kretinga aufgewachsen, in Palanga hatte er nie gelebt. Ein Museum in seinem Namen wurde hier eingerichtet, weil der Künstler einen Teil seiner künstlerischen Schöpfung Litauen hinterlassen hat.

Im Gebäude, welches nach der vom Architekten Petras Lapė vorbereiteten Rekonstruktion, im Jahr 1999 zum Museum wurde, waren in den Jahren der sowjetischen Okkupation die Kantine und ein Klub des Sanatoriums Banga untergebracht, und später – die Bibliothek der Sanatorien- und Kurorteinrichtungenvereinigung Jūratė. Seine Geschichte reicht aber viele Jahre zurück. Das an eine Kirche erinnernde Holzhaus mit einer asymmetrischen Fassade wurde im Kurort Anfang des 20. Jahrhunderts von Vladas Navickas, dem Sohn des Gutsverwalters des Grafen Tiškevičius gebaut. Das Holzhaus wurde schon nach dem Krieg gebaut, das gemauerte – erst später. Es sticht mit dem kantigen Hauserker hervor.

Nach der Unabhängigkeitserklärung und als die Erben des Hauses ausfindig gemacht worden sind, wurde das Gebäude in das Verzeichnis der einzulösenden Häuser eingetragen. Unter der Vermittlung des litauischen Kulturministeriums wurde es entschieden, genau hier das damals mit 2 Millionen Litas geschätzte Erbe des Bildhauers A. Mončys (1921-1993) unterzubringen. Für die Museumsgründung spendeten auch die im Ausland lebenden Litauer. Motive der Arbeiten des Bildhauers wurden bei der Rekonstruktion des Exterieurs des Gebäudes verwendet, sie ersetzten die volkstümlichen Elemente dieses Gebäudes. Sogar der Treppengriff ist eine Kopie einer Trillerpfeife, die von dem im Jahr 1993 in Paris gestorbenen Künstler geschaffen wurde. An der Stelle eines Pferdes in der Fassade wurde ein Element der von A. Mončys geschaffenen Illustration von Litauische Märchen von Oskaras Milašius verwendet.

Der Architekt Petras Lapė (1924-2012) wählte für die Fassade blaue Farbe. Journalisten gegenüber erzählte P. Lapė: Meiner Meinung nach, muss Holz in intensiven Farben gestrichen werden. Warum muss Holz dem Putz ähnlich gemacht werden? Die Bewohner dieses Landes strichen ihre Gebäude mit selbsthergestellten Farben, da nur diese dem Küstenklima wiederstehen konnten. Die typischsten Farben an der Küste – Ocker, Ultramarin, Weiß, Dunkelbraun. Manchmal strichen die Fischer ihre Häuschen auch mit Teer. Interessant ist, dass der Bruder des Architekten, Pranas Lapė (1921-2010), der das Haus für die heutigen Bedürfnisse angepasst hatte, auch in den USA gelebt und auch A. Mončys gekannt hatte. Architekt und Autor der permanenten Museumsexposition war Valdas Ozarinskas (1961-2014).

Antanas Mončys Haus–Museum

S. Daukanto Str. 16 / Kęstučio Str. 17, Palanga

Es ist üblich, dass Gedenkstätte Museen in den Häusern oder Wohnungen eingerichtet werden, wo wichtige Persönlichkeiten einst gewohnt haben. Das Antanas Mončys Haus-Museum bildet eine Ausnahme dieser Tradition. Der in den Jahren des Zweiten Weltkrieges nach Westen emigrierte Bildhauer ist in Mončiai, in Rayon Kretinga aufgewachsen, in Palanga hatte er nie gelebt. Ein Museum in seinem Namen wurde hier eingerichtet, weil der Künstler einen Teil seiner künstlerischen Schöpfung Litauen hinterlassen hat.

Im Gebäude, welches nach der vom Architekten Petras Lapė vorbereiteten Rekonstruktion, im Jahr 1999 zum Museum wurde, waren in den Jahren der sowjetischen Okkupation die Kantine und ein Klub des Sanatoriums Banga untergebracht, und später – die Bibliothek der Sanatorien- und Kurorteinrichtungenvereinigung Jūratė. Seine Geschichte reicht aber viele Jahre zurück. Das an eine Kirche erinnernde Holzhaus mit einer asymmetrischen Fassade wurde im Kurort Anfang des 20. Jahrhunderts von Vladas Navickas, dem Sohn des Gutsverwalters des Grafen Tiškevičius gebaut. Das Holzhaus wurde schon nach dem Krieg gebaut, das gemauerte – erst später. Es sticht mit dem kantigen Hauserker hervor.

Nach der Unabhängigkeitserklärung und als die Erben des Hauses ausfindig gemacht worden sind, wurde das Gebäude in das Verzeichnis der einzulösenden Häuser eingetragen. Unter der Vermittlung des litauischen Kulturministeriums wurde es entschieden, genau hier das damals mit 2 Millionen Litas geschätzte Erbe des Bildhauers A. Mončys (1921-1993) unterzubringen. Für die Museumsgründung spendeten auch die im Ausland lebenden Litauer. Motive der Arbeiten des Bildhauers wurden bei der Rekonstruktion des Exterieurs des Gebäudes verwendet, sie ersetzten die volkstümlichen Elemente dieses Gebäudes. Sogar der Treppengriff ist eine Kopie einer Trillerpfeife, die von dem im Jahr 1993 in Paris gestorbenen Künstler geschaffen wurde. An der Stelle eines Pferdes in der Fassade wurde ein Element der von A. Mončys geschaffenen Illustration von Litauische Märchen von Oskaras Milašius verwendet.

Der Architekt Petras Lapė (1924-2012) wählte für die Fassade blaue Farbe. Journalisten gegenüber erzählte P. Lapė: Meiner Meinung nach, muss Holz in intensiven Farben gestrichen werden. Warum muss Holz dem Putz ähnlich gemacht werden? Die Bewohner dieses Landes strichen ihre Gebäude mit selbsthergestellten Farben, da nur diese dem Küstenklima wiederstehen konnten. Die typischsten Farben an der Küste – Ocker, Ultramarin, Weiß, Dunkelbraun. Manchmal strichen die Fischer ihre Häuschen auch mit Teer. Interessant ist, dass der Bruder des Architekten, Pranas Lapė (1921-2010), der das Haus für die heutigen Bedürfnisse angepasst hatte, auch in den USA gelebt und auch A. Mončys gekannt hatte. Architekt und Autor der permanenten Museumsexposition war Valdas Ozarinskas (1961-2014).

Ihr Kommentar

Senden
Kommentar erfolgreich abgesendet!