ZURÜCK

Bischofspalast

1°C
Katedros Platz 5, Telšiai
Hören
Routen

Die in der Kurischen Landschaft gebaute Stadt Telšiai ist schon seit dem Jahr 1450 bekannt. Im Jahr 1791 wurden der Stadt die Magdeburger Rechte erteilt. Im selben Jahr haben die Bernhardiner Mönche auf dem Hügel eine gemauerte Kirche gebaut, die dann 1926, als Bistum Telšiai gegründet wurde, zu einer Kathedrale wurde. Im Jahr 1793 wurde die erste Schule gegründet. Im Jahr 1875 wurde eine Jeschiwa eröffnet, die dann 1941 nach Cleveland umgezogen ist. Die Stadt Telšiai entwickelte sich schnell, sowohl am Ende des 19. Jh., wie auch in der Zwischenkriegszeit. Die im Jahr 1932 verlegte Eisenbahnlinie wurde zu einem der Faktoren des Wachstums der Niederlitauischen Hauptstadt, gemeinsam mit Wirtschaftsexpansion und gesellschaftlichen Initiativen. Das Vermächtnis des schnellen Wachstums der Stadt in der Zwischenkriegszeit – ein Gebäude Netzwerk in modernistischer Architektur.

Auch heute noch findet man in der Presse Epitheton Žemaičių Vatikanas (dt. Niederlitauisches Vatikan), so wird das dem Bistum gehörende Gebäudekomplex in Telšiai genannt. Beim Durchblättern der Zwischenkriegspresse wird es deutlich, dass damals die Bedeutung der Gebäude noch viel größer war. Der Palast ist geräumig, bequem, sehr schön und mit allen modernen Einrichtungen. Abgesehen davon, steht es am schönsten Ort von Telšiai,- so berichtete am 19. August 1930 ein Korrespondent von Lietuvos aidas.

Als im Jahr 1936 die Litauische Kirchenprovinz gegründet wurde, so wurde das Niederlitauische Bistum in drei neue – Kaunas, Panevėžys und Telšiai Bistümer aufgeteilt. Das neue Bischofspalast war so eine ernstzunehmende Herausforderung, dass es den Architekten der provisorischen Hauptstadt anvertraut wurde. Das Projekt des Palastes wurde von dem Ingenieur Povilas Taračkovas vorbereitet. Vladimiras Dubeneckis hatte das Projekt korrigiert und es mit neobarocken Formen versehen. Beteiligt waren auch Fachläute aus Klaipėda. Für das aus zwei Gebäudeteilen bestehende, zweistöckige Palastgebäude wurden eine Viertelmillion Litas zur Verfügung gestellt. Die architektonische Lösung des Gebäudes wurde von den Gebäuden im Umfeld beeinflusst – Neobarock.

Im Erdgeschoß waren unterschiedliche Institutionen untergebracht, das Archiv, Kurie, andere Einrichtungen des Bistums, Kaffee und Speisesaal. Im ersten Obergeschoss, unter einem Satteldach, wohnte der Bischof (bis zum Krieg – der erste Priester des Telšiai Bistums Justinas Staugaitis), hier wurden Gästezimmer eingerichtet, es gab einen Veranstaltungsraum und eine Kapelle.

Im Jahr 2018 wurde das Gebäude gründlich restauriert. Hier arbeitet jetzt die Kurie des Bistums Telšiai.

Bischofspalast

Katedros Platz 5, Telšiai

Die in der Kurischen Landschaft gebaute Stadt Telšiai ist schon seit dem Jahr 1450 bekannt. Im Jahr 1791 wurden der Stadt die Magdeburger Rechte erteilt. Im selben Jahr haben die Bernhardiner Mönche auf dem Hügel eine gemauerte Kirche gebaut, die dann 1926, als Bistum Telšiai gegründet wurde, zu einer Kathedrale wurde. Im Jahr 1793 wurde die erste Schule gegründet. Im Jahr 1875 wurde eine Jeschiwa eröffnet, die dann 1941 nach Cleveland umgezogen ist. Die Stadt Telšiai entwickelte sich schnell, sowohl am Ende des 19. Jh., wie auch in der Zwischenkriegszeit. Die im Jahr 1932 verlegte Eisenbahnlinie wurde zu einem der Faktoren des Wachstums der Niederlitauischen Hauptstadt, gemeinsam mit Wirtschaftsexpansion und gesellschaftlichen Initiativen. Das Vermächtnis des schnellen Wachstums der Stadt in der Zwischenkriegszeit – ein Gebäude Netzwerk in modernistischer Architektur.

Auch heute noch findet man in der Presse Epitheton Žemaičių Vatikanas (dt. Niederlitauisches Vatikan), so wird das dem Bistum gehörende Gebäudekomplex in Telšiai genannt. Beim Durchblättern der Zwischenkriegspresse wird es deutlich, dass damals die Bedeutung der Gebäude noch viel größer war. Der Palast ist geräumig, bequem, sehr schön und mit allen modernen Einrichtungen. Abgesehen davon, steht es am schönsten Ort von Telšiai,- so berichtete am 19. August 1930 ein Korrespondent von Lietuvos aidas.

Als im Jahr 1936 die Litauische Kirchenprovinz gegründet wurde, so wurde das Niederlitauische Bistum in drei neue – Kaunas, Panevėžys und Telšiai Bistümer aufgeteilt. Das neue Bischofspalast war so eine ernstzunehmende Herausforderung, dass es den Architekten der provisorischen Hauptstadt anvertraut wurde. Das Projekt des Palastes wurde von dem Ingenieur Povilas Taračkovas vorbereitet. Vladimiras Dubeneckis hatte das Projekt korrigiert und es mit neobarocken Formen versehen. Beteiligt waren auch Fachläute aus Klaipėda. Für das aus zwei Gebäudeteilen bestehende, zweistöckige Palastgebäude wurden eine Viertelmillion Litas zur Verfügung gestellt. Die architektonische Lösung des Gebäudes wurde von den Gebäuden im Umfeld beeinflusst – Neobarock.

Im Erdgeschoß waren unterschiedliche Institutionen untergebracht, das Archiv, Kurie, andere Einrichtungen des Bistums, Kaffee und Speisesaal. Im ersten Obergeschoss, unter einem Satteldach, wohnte der Bischof (bis zum Krieg – der erste Priester des Telšiai Bistums Justinas Staugaitis), hier wurden Gästezimmer eingerichtet, es gab einen Veranstaltungsraum und eine Kapelle.

Im Jahr 2018 wurde das Gebäude gründlich restauriert. Hier arbeitet jetzt die Kurie des Bistums Telšiai.

Ihr Kommentar

Senden
Kommentar erfolgreich abgesendet!