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Das ehemalige Gebäude des Antanas-Gylys-Krankenhauses

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V. Putvinskio Str. 62, Kaunas
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Im Jahr 1931 wurde die im Zentrum der Stadt Kaunas sich befindende Miškų Str. (dt. Straße der Wälder) mit dem Namen eines bedeutenden gesellschaftlichen Aktivisten Vladas Putvinskis benannt. In den Jahren der Ersten Litauischen Republik häuften sich in dieser Straße zahlreiche diplomatische Vertretungen – USA, Ungarn, Schweden Argentina, Tschechoslowakei, Frankreich. Ganz in der Nähe war auch das Außenministerium, so kann man es nur erahnen, welche geheimnisvolle Atmosphäre es in diesem Viertel gewesen sein musste.

Heute ist diese Straße eine wichtige Kulturachse der Stadt Kaunas, hier gibt es einige Museen, das Künstlerhaus, die Vytautas-Magnus-Universität und man findet hier viel Straßenkunst. Von hier aus gibt es Routen nach Žaliakalnis und Laisvės Allee. Ein Spaziergang durch diese Diplomaten Allee ist ein Gaumenschmaus für jeden Liebhaber der modernistischen Architektur. Schauen wir uns mal um!
Der in Moskau und München studierte Doktor der Psychiatrie Antanas Gylys unterrichtete an der Vytautas-Magnus-Universität, war Dekan der Theologischen-Philologischen Fakultät, Professor und eine aktive Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Als er im Jahr 1933 sich aus der Universität zurückzog, ist er in das neue Haus eingezogen, welches für ihn höchstwahrscheinlich Leonas Ritas geplant hatte.

Die Wohnung des Eigentümers befindet sich nur im dritten Obergeschoß, in den drei ersten Stockwerken richtete er ein Krankenhaus für innere Medizin und Nervenerkrankungen ein. Das war eine besonders gut eingerichtete, moderne Heilungsinstitution, die mit der neuesten Technik, modernen Sanitärtechnik und sogar Jalousien von draußen ausgestattet war. Im Erdgeschoss waren Räume für die Hydrotherapie Behandlungen, in der ersten Etage – die Registration und in der dritten – die Räume für stationäre Behandlungen eingerichtet. In der für die Zwischenkriegszeit für besonders modern gehaltenen V. Putvinskis Straße fiel die schlichte Fassade des Krankenhauses besonders auf. In der obersten Etage des Gebäudes gab es eine Terrasse mit Blick über das Zentrum der Stadt.

Das Privatkrankenhaus ist ein Teil des einzigartigen Häuserkomplexes der V. Putvinskis Straße. Auch in den Jahren der sowjetischen Okkupation behielt das Krankenhaus seine Funktion, nach der Unabhängigkeitserklärung bis zum Jahr 2010 – war hier eine Poliklinik eingerichtet und dann wurde das Gebäude an die Erben zurückgegeben. Es gibt noch zahlreiche erhaltenen Details der Inneneinrichtung, die bei der Restaurierung des Gebäudes zum Vorschein kamen. Bis heute funktioniert noch der in der Zwischenkriegszeit eingebaute Fahrstuhl des schweizerischen Unternehmens Schindler.

Im Jahr 2015 wurden mit Beschluss der EU-Kommission 44 Objekte modernistischer Architektur der Zwischenkriegszeit in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, unter ihnen auch dieses Gebäude.

Das ehemalige Gebäude des Antanas-Gylys-Krankenhauses

V. Putvinskio Str. 62, Kaunas

Im Jahr 1931 wurde die im Zentrum der Stadt Kaunas sich befindende Miškų Str. (dt. Straße der Wälder) mit dem Namen eines bedeutenden gesellschaftlichen Aktivisten Vladas Putvinskis benannt. In den Jahren der Ersten Litauischen Republik häuften sich in dieser Straße zahlreiche diplomatische Vertretungen – USA, Ungarn, Schweden Argentina, Tschechoslowakei, Frankreich. Ganz in der Nähe war auch das Außenministerium, so kann man es nur erahnen, welche geheimnisvolle Atmosphäre es in diesem Viertel gewesen sein musste.

Heute ist diese Straße eine wichtige Kulturachse der Stadt Kaunas, hier gibt es einige Museen, das Künstlerhaus, die Vytautas-Magnus-Universität und man findet hier viel Straßenkunst. Von hier aus gibt es Routen nach Žaliakalnis und Laisvės Allee. Ein Spaziergang durch diese Diplomaten Allee ist ein Gaumenschmaus für jeden Liebhaber der modernistischen Architektur. Schauen wir uns mal um!
Der in Moskau und München studierte Doktor der Psychiatrie Antanas Gylys unterrichtete an der Vytautas-Magnus-Universität, war Dekan der Theologischen-Philologischen Fakultät, Professor und eine aktive Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Als er im Jahr 1933 sich aus der Universität zurückzog, ist er in das neue Haus eingezogen, welches für ihn höchstwahrscheinlich Leonas Ritas geplant hatte.

Die Wohnung des Eigentümers befindet sich nur im dritten Obergeschoß, in den drei ersten Stockwerken richtete er ein Krankenhaus für innere Medizin und Nervenerkrankungen ein. Das war eine besonders gut eingerichtete, moderne Heilungsinstitution, die mit der neuesten Technik, modernen Sanitärtechnik und sogar Jalousien von draußen ausgestattet war. Im Erdgeschoss waren Räume für die Hydrotherapie Behandlungen, in der ersten Etage – die Registration und in der dritten – die Räume für stationäre Behandlungen eingerichtet. In der für die Zwischenkriegszeit für besonders modern gehaltenen V. Putvinskis Straße fiel die schlichte Fassade des Krankenhauses besonders auf. In der obersten Etage des Gebäudes gab es eine Terrasse mit Blick über das Zentrum der Stadt.

Das Privatkrankenhaus ist ein Teil des einzigartigen Häuserkomplexes der V. Putvinskis Straße. Auch in den Jahren der sowjetischen Okkupation behielt das Krankenhaus seine Funktion, nach der Unabhängigkeitserklärung bis zum Jahr 2010 – war hier eine Poliklinik eingerichtet und dann wurde das Gebäude an die Erben zurückgegeben. Es gibt noch zahlreiche erhaltenen Details der Inneneinrichtung, die bei der Restaurierung des Gebäudes zum Vorschein kamen. Bis heute funktioniert noch der in der Zwischenkriegszeit eingebaute Fahrstuhl des schweizerischen Unternehmens Schindler.

Im Jahr 2015 wurden mit Beschluss der EU-Kommission 44 Objekte modernistischer Architektur der Zwischenkriegszeit in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, unter ihnen auch dieses Gebäude.

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