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Das gelbe Mineralwasser Brunnenhaus

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B. Sruogos Str. 3, Birštonas
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Was nur wenigen bekannt ist, dass das Mineralwässer Kurort bis zu Unabhängigkeitserklärung Privateigentum war. Noch interessanter ist der Fakt, das die schriftlichen Quellen über Birštonas sogar bis in das 14. Jahrhundert reichen, als die gut befestigte Holz Burg in der Neuen Preußischen Chronik von Wigand von Marburg erwähnt wurde. Im Jahr 1382 wurde es dem Großmagister des Kreuzritterordens mitgeteilt, dass es am Nemunas ein Gutshof am salzigen Wasser entdeckt worden ist. Und dieses – sogar fast 500 Jahre vor der offiziellen Erteilung des Kurort-Status!

Als Erholungsoase wurde das Städtchen im 19. Jh. immer bekannter, besonders nachdem der in der Nähe gewesene Kurort Stakliškės abgebrannt ist. Im Jahr 1854 wurde für die Gründung des Kurortes auch die offizielle Erlaubnis erteilt, darum haben sich der Schlossherr Adomas Bartoševičius und der Arzt Benediktas Bilinskis gekümmert. Nach einigen Jahrzenten hatte der Schlossherr aus Jieznas Ignotas Kvinta den Kurort erworben und es ausgebaut, später wurde Frau Lidija Miller-Kochanovskienė zur Eigentümerin. Das in den Jahren des Ersten Weltkrieges sehr gelittene Städtchen, ging nach der Unabhängigkeitserklärung in die Staatshände über und der Verein des Litauischen Roten Kreuzes kümmerte sich darum.

Auf Litauisch wird das Gebäude geltonoji biuvetė genannt (lt. geltona = dt. gelb, das Wort biuvetė stammt aus dem Französischen buvette und bedeutet Brunnenhaus an der Mineralwasserquelle). In der, unter die gesunde Lebensweise propagierenden und zu solchen werden wünschenden, immer populärer werdende Stadt Birštonas, wurden solche Brunnenhäuser schon im 19. Jh. eingerichtet.

Im Jahr 1879 hat der Kurortbesitzer Schlossherr Ignotas Kvinta die Quelle nach seiner Tochter Viktorija genannt. Ein großer Kurort Verehrer, Priester und Schriftsteller Juozas Tumas-Vaižgantas schlug später den Namen Vytautas vor, welcher heute in Litauen zum Synonym für Mineralwasser geworden ist. Leider wurde diese Quelle, die von einer hölzernen Walskulptur geschmückt war, beim Bau des Wasserkraftwerkes in Kaunas von Nemunas geflutet. Die Skulptur wurde aber zu einem Teil des Wappens von Birštonas.
Das historische Brunnenhaus des Tulpė (dt. Tulpe) Sanatoriums verschönert den Kurort mit seinen repräsentativen, sogar etwas surrealistischen Formen, die einem Märchenhaus gleichen. Das runde Brunnenhaus hat zwei Eingänge, die mit beeindruckenden Loggias erweitert sind. Das Dach abschießende Türmchen stellt eine Laterne dar.

Das heute in die Brunnenhäuser von Birštonas und in die Mineralwasserabfüllfabrik gelieferte Wasser ist nur wenig- oder mittelmineralisiert, ohne spezifische Komponenten (Natriumchlorid). Zu diesem Brunnen wird mittelmineralisiertes (mehr als 8 g/l) dem historischen Vytautas sehr ähnliches Wasser geliefert. Das Wasser wird aus einer Tiefe von 125 m befördert.

Das gelbe Mineralwasser Brunnenhaus

B. Sruogos Str. 3, Birštonas

Was nur wenigen bekannt ist, dass das Mineralwässer Kurort bis zu Unabhängigkeitserklärung Privateigentum war. Noch interessanter ist der Fakt, das die schriftlichen Quellen über Birštonas sogar bis in das 14. Jahrhundert reichen, als die gut befestigte Holz Burg in der Neuen Preußischen Chronik von Wigand von Marburg erwähnt wurde. Im Jahr 1382 wurde es dem Großmagister des Kreuzritterordens mitgeteilt, dass es am Nemunas ein Gutshof am salzigen Wasser entdeckt worden ist. Und dieses – sogar fast 500 Jahre vor der offiziellen Erteilung des Kurort-Status!

Als Erholungsoase wurde das Städtchen im 19. Jh. immer bekannter, besonders nachdem der in der Nähe gewesene Kurort Stakliškės abgebrannt ist. Im Jahr 1854 wurde für die Gründung des Kurortes auch die offizielle Erlaubnis erteilt, darum haben sich der Schlossherr Adomas Bartoševičius und der Arzt Benediktas Bilinskis gekümmert. Nach einigen Jahrzenten hatte der Schlossherr aus Jieznas Ignotas Kvinta den Kurort erworben und es ausgebaut, später wurde Frau Lidija Miller-Kochanovskienė zur Eigentümerin. Das in den Jahren des Ersten Weltkrieges sehr gelittene Städtchen, ging nach der Unabhängigkeitserklärung in die Staatshände über und der Verein des Litauischen Roten Kreuzes kümmerte sich darum.

Auf Litauisch wird das Gebäude geltonoji biuvetė genannt (lt. geltona = dt. gelb, das Wort biuvetė stammt aus dem Französischen buvette und bedeutet Brunnenhaus an der Mineralwasserquelle). In der, unter die gesunde Lebensweise propagierenden und zu solchen werden wünschenden, immer populärer werdende Stadt Birštonas, wurden solche Brunnenhäuser schon im 19. Jh. eingerichtet.

Im Jahr 1879 hat der Kurortbesitzer Schlossherr Ignotas Kvinta die Quelle nach seiner Tochter Viktorija genannt. Ein großer Kurort Verehrer, Priester und Schriftsteller Juozas Tumas-Vaižgantas schlug später den Namen Vytautas vor, welcher heute in Litauen zum Synonym für Mineralwasser geworden ist. Leider wurde diese Quelle, die von einer hölzernen Walskulptur geschmückt war, beim Bau des Wasserkraftwerkes in Kaunas von Nemunas geflutet. Die Skulptur wurde aber zu einem Teil des Wappens von Birštonas.
Das historische Brunnenhaus des Tulpė (dt. Tulpe) Sanatoriums verschönert den Kurort mit seinen repräsentativen, sogar etwas surrealistischen Formen, die einem Märchenhaus gleichen. Das runde Brunnenhaus hat zwei Eingänge, die mit beeindruckenden Loggias erweitert sind. Das Dach abschießende Türmchen stellt eine Laterne dar.

Das heute in die Brunnenhäuser von Birštonas und in die Mineralwasserabfüllfabrik gelieferte Wasser ist nur wenig- oder mittelmineralisiert, ohne spezifische Komponenten (Natriumchlorid). Zu diesem Brunnen wird mittelmineralisiertes (mehr als 8 g/l) dem historischen Vytautas sehr ähnliches Wasser geliefert. Das Wasser wird aus einer Tiefe von 125 m befördert.

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