ZURÜCK

Das Hauptgebäude der Technischen Universität Kaunas

(ehem. Landesbank)

12°C
K. Donelaičio Str. 73 / Vienybės Platz, Kaunas
Hören
Routen

Obwohl in den Jahren der Ersten Litauischen Republik die Wirtschaft des Landes stätig wuchs, so blieb es ein landwirtschaftliches Land. Die Im Jahr 1924 gegründete Landesbank war das größte, genau diesen Bereich kreditierendes Unternehmen, so ist es auch nicht verwunderlich, dass für den Bau eines neuen Bankgebäudes ein Grundstück direkt im Zentrum der Stadt ausgewählt wurde.

Wissend, dass das neue Gebäude in einer direkten Nachbarschaft zu dem Militärmuseum stehen wird, hat der Architekt des Bankgebäudes Karolis Reisonas, bei der Gestaltung des Exterieurs nicht übertrieben. Zurückhaltende und klare klassizistische Formen sind die Tendenzeigenschaften des Rationalismus und Funktionalismus, wie auch der Architektur der Banken. Zurückhaltend war auch die Inneneirichtung, was gleichzeitig eine ökonomische und hygienische Lösung war. Auf teure Einrichtungen, unterschiedliche Gipsverschönerungen oder Ornamente, die zwar das Interieur verschönern, gleichzeitig aber auch als Staubablagerungen dienen, wurde in dem neuen Bankgebäude verzichtet,- so berichtete im Jahr 1935 Lietuvos aidas.

In das im Jahr 1935 fertiggestellte Gebäude ist auch das Außenministerium der Republik Litauen eingezogen. So eine Nachbarschaft kommt gar nicht eigenartig vor, wenn man bedenkt, dass es für unnötig gehalten wurde in einer provisorischen Hauptstadt Gebäude zur Verwaltungszwecken zu bauen. Es wurde darauf gehofft, dass Vilnius bald wieder Litauen gehören wird.

Die Deutschen Okkupanten hatten im Gebäude ein Bezirkskommissariat eingerichtet. Die sowjetische Regierung richtete hier die Universität Kaunas (später Polytechnikum Kaunas) ein. Für die neu zugezogenen wurde die Innenaufteilung des Gebäudes angepasst. Im Jahr 1964 wurde das Interieur mit einer Glasmalerei von Stasys Ušinskas Studenten in der Praxis verschönert.

Heute ist das Gebäude immer noch das Hauptgebäude der Technischen Universität Kaunas (und auch Museum der Universität). Dass hier, in diesem Gebäude, einst über die Schicksale der Landwirte entschieden wurde, kann man nur erahnen, wenn man ganz nach oben schaut und die, die Köpfe der Landwirte darstellenden, Reliefs betrachtet. Ihr Autor ist der Ehemann von Salomėja Nėris, Bernardas Bučas.

Im Jahr 2015 wurden mit Beschluss der EU-Kommission 44 Objekte modernistischer Architektur der Zwischenkriegszeit in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, unter ihnen auch die ehemalige Landesbank. Wir laden Sie dazu ein, auch die anderen mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichneten Objekte zu besichtigen: das Vytautas-Magnus-Militärmuseum, das Nationale M. K. Čiurlionio Kunstmuseum, den Pažanga Palast und den Palast des Milchzentrums, wie auch das älteste Kino in Litauen – Romuva.

Das Hauptgebäude der Technischen Universität Kaunas

(ehem. Landesbank)

K. Donelaičio Str. 73 / Vienybės Platz, Kaunas

Obwohl in den Jahren der Ersten Litauischen Republik die Wirtschaft des Landes stätig wuchs, so blieb es ein landwirtschaftliches Land. Die Im Jahr 1924 gegründete Landesbank war das größte, genau diesen Bereich kreditierendes Unternehmen, so ist es auch nicht verwunderlich, dass für den Bau eines neuen Bankgebäudes ein Grundstück direkt im Zentrum der Stadt ausgewählt wurde.

Wissend, dass das neue Gebäude in einer direkten Nachbarschaft zu dem Militärmuseum stehen wird, hat der Architekt des Bankgebäudes Karolis Reisonas, bei der Gestaltung des Exterieurs nicht übertrieben. Zurückhaltende und klare klassizistische Formen sind die Tendenzeigenschaften des Rationalismus und Funktionalismus, wie auch der Architektur der Banken. Zurückhaltend war auch die Inneneirichtung, was gleichzeitig eine ökonomische und hygienische Lösung war. Auf teure Einrichtungen, unterschiedliche Gipsverschönerungen oder Ornamente, die zwar das Interieur verschönern, gleichzeitig aber auch als Staubablagerungen dienen, wurde in dem neuen Bankgebäude verzichtet,- so berichtete im Jahr 1935 Lietuvos aidas.

In das im Jahr 1935 fertiggestellte Gebäude ist auch das Außenministerium der Republik Litauen eingezogen. So eine Nachbarschaft kommt gar nicht eigenartig vor, wenn man bedenkt, dass es für unnötig gehalten wurde in einer provisorischen Hauptstadt Gebäude zur Verwaltungszwecken zu bauen. Es wurde darauf gehofft, dass Vilnius bald wieder Litauen gehören wird.

Die Deutschen Okkupanten hatten im Gebäude ein Bezirkskommissariat eingerichtet. Die sowjetische Regierung richtete hier die Universität Kaunas (später Polytechnikum Kaunas) ein. Für die neu zugezogenen wurde die Innenaufteilung des Gebäudes angepasst. Im Jahr 1964 wurde das Interieur mit einer Glasmalerei von Stasys Ušinskas Studenten in der Praxis verschönert.

Heute ist das Gebäude immer noch das Hauptgebäude der Technischen Universität Kaunas (und auch Museum der Universität). Dass hier, in diesem Gebäude, einst über die Schicksale der Landwirte entschieden wurde, kann man nur erahnen, wenn man ganz nach oben schaut und die, die Köpfe der Landwirte darstellenden, Reliefs betrachtet. Ihr Autor ist der Ehemann von Salomėja Nėris, Bernardas Bučas.

Im Jahr 2015 wurden mit Beschluss der EU-Kommission 44 Objekte modernistischer Architektur der Zwischenkriegszeit in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, unter ihnen auch die ehemalige Landesbank. Wir laden Sie dazu ein, auch die anderen mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichneten Objekte zu besichtigen: das Vytautas-Magnus-Militärmuseum, das Nationale M. K. Čiurlionio Kunstmuseum, den Pažanga Palast und den Palast des Milchzentrums, wie auch das älteste Kino in Litauen – Romuva.

Ihr Kommentar

Senden
Kommentar erfolgreich abgesendet!