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Der Bahnhof und das Eisenbahnerhaus von Plungė

(heute ein Wohnhaus)

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Stoties Str. 44, Region Plungė
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Nach der Unabhängigkeitserklärung, schon am 6. Juli 1919 startete der erste Zug von Kaišiadorys nach Radviliškis. Der wiederhergestellte Litauische Staat nahm sich der Restaurierung des alten, aus den Zeiten des Russischen Kaiserreichs stammenden Eisenbahnschienennetzes und der Erschaffung eines neuen Eisenbahnschienennetzes der Litauischen Republik an. Nach der im Jahr 1923 stattgefundenen Annexion des Memellandes durch Litauen, entstand ein neuer Bedarf, das Land mit dem Klaipėda Hafen zu verbinden.

So wurden im Jahr 1923 die wichtigsten Ziele bestätigt, unter anderen auch Amaliai-Telšiai-Kretinga. Im Jahr 1926 wurde der Abschnitt Telšiai-Kužiai und im Jahr 1932 – der Abschnitt Kretinga-Telšiai verlegt, der Groß-Litauen mit dem neuen Abschnitt mit Klaipėda verbunden hatte. An dieser Strecke wurden auch fünf neue Bahnhöfe gebaut: Kartena (in Kūlupėnai), Šateikiai, Lieplaukė, Telšiai und Plungė. Der letztere wurde am 29. Oktober 1932 eröffnet und wird bis heute benutzt. Für Plungė war das ein großes Ereignis, da hier zahlreiche Händler wohnten, so bedeutete die neue Eisenbahnlinie für sie einen schnellen funktionierenden Export und Import. Die Eisenbahnlinie trug zum Wachstum und Entwicklung der kleinen Stadt bei. Die Bedeutsamkeit des Ereignisses wird von der Tatsache bekräftigt, dass am Tag der Linieneröffnung der litauische Präsident Antanas Smetona selbst mit dem Zug nach Plungė kam.

Aus Sparsamkeitsgründen und mit dem Ziel das Land schnellstmöglich mit Eisenbahnlinien zu verbinden, wurde der Bahnhof von Plungė nach dem gleichen Projekt, wie der Bahnhof in Telšiai, gebaut. Diese, auf dieser Strecke größten, Bahnhöfe wurden im modernisierten neoklassizistischen Stil gebaut. Ähnlich ist auch der Bahnhof in Kretinga, nur das dieser nicht symmetrisch ist. Der zentrale Raum mit der Eingangshalle, des gemauerten und verputzten Gebäudes des Bahnhofs in Plungė ist zweistöckig und die Nebenräume – einstöckig. Das Gebäude ist mit einem Wellblechdach gedeckt.

Neben dem Bahnhofsgebäude wurde ein Dienstwohnhaus für die Mittarbeiter unterschiedlicher Dienstgrade, ein so genanntes Eisenbahnerhaus (lt. Geležinkeliečių namas) gebaut. Das war auch ein lakonisch dekoriertes Standardprojekt. Typische Eigenschaften solcher einstöckigen Wohnhäuser waren die Walmdächer mit eingerichteten Mansarden und in Dekorelemente übertragene Parapeten Details des ausdrucksvollen Bahnhofsgebäudes. Im Gebäude wurden drei Wohnungen eingerichtet und in einer von ihnen wohnte der Direktor des Bahnhofs von Plungė. Etwas weiter weg wurde ein Wasserturm gebaut, um die Lokomotiven bedienen zu können.

Der Bahnhof und das Eisenbahnerhaus von Plungė

(heute ein Wohnhaus)

Stoties Str. 44, Region Plungė

Nach der Unabhängigkeitserklärung, schon am 6. Juli 1919 startete der erste Zug von Kaišiadorys nach Radviliškis. Der wiederhergestellte Litauische Staat nahm sich der Restaurierung des alten, aus den Zeiten des Russischen Kaiserreichs stammenden Eisenbahnschienennetzes und der Erschaffung eines neuen Eisenbahnschienennetzes der Litauischen Republik an. Nach der im Jahr 1923 stattgefundenen Annexion des Memellandes durch Litauen, entstand ein neuer Bedarf, das Land mit dem Klaipėda Hafen zu verbinden.

So wurden im Jahr 1923 die wichtigsten Ziele bestätigt, unter anderen auch Amaliai-Telšiai-Kretinga. Im Jahr 1926 wurde der Abschnitt Telšiai-Kužiai und im Jahr 1932 – der Abschnitt Kretinga-Telšiai verlegt, der Groß-Litauen mit dem neuen Abschnitt mit Klaipėda verbunden hatte. An dieser Strecke wurden auch fünf neue Bahnhöfe gebaut: Kartena (in Kūlupėnai), Šateikiai, Lieplaukė, Telšiai und Plungė. Der letztere wurde am 29. Oktober 1932 eröffnet und wird bis heute benutzt. Für Plungė war das ein großes Ereignis, da hier zahlreiche Händler wohnten, so bedeutete die neue Eisenbahnlinie für sie einen schnellen funktionierenden Export und Import. Die Eisenbahnlinie trug zum Wachstum und Entwicklung der kleinen Stadt bei. Die Bedeutsamkeit des Ereignisses wird von der Tatsache bekräftigt, dass am Tag der Linieneröffnung der litauische Präsident Antanas Smetona selbst mit dem Zug nach Plungė kam.

Aus Sparsamkeitsgründen und mit dem Ziel das Land schnellstmöglich mit Eisenbahnlinien zu verbinden, wurde der Bahnhof von Plungė nach dem gleichen Projekt, wie der Bahnhof in Telšiai, gebaut. Diese, auf dieser Strecke größten, Bahnhöfe wurden im modernisierten neoklassizistischen Stil gebaut. Ähnlich ist auch der Bahnhof in Kretinga, nur das dieser nicht symmetrisch ist. Der zentrale Raum mit der Eingangshalle, des gemauerten und verputzten Gebäudes des Bahnhofs in Plungė ist zweistöckig und die Nebenräume – einstöckig. Das Gebäude ist mit einem Wellblechdach gedeckt.

Neben dem Bahnhofsgebäude wurde ein Dienstwohnhaus für die Mittarbeiter unterschiedlicher Dienstgrade, ein so genanntes Eisenbahnerhaus (lt. Geležinkeliečių namas) gebaut. Das war auch ein lakonisch dekoriertes Standardprojekt. Typische Eigenschaften solcher einstöckigen Wohnhäuser waren die Walmdächer mit eingerichteten Mansarden und in Dekorelemente übertragene Parapeten Details des ausdrucksvollen Bahnhofsgebäudes. Im Gebäude wurden drei Wohnungen eingerichtet und in einer von ihnen wohnte der Direktor des Bahnhofs von Plungė. Etwas weiter weg wurde ein Wasserturm gebaut, um die Lokomotiven bedienen zu können.

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