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Die Litauische Bank

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Maironio Str. 25, Kaunas
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Die monumentalen, von dem Architekten Mykolas Songaila entworfenen Formen und die Luxuseinrichtung bezeugen die positiven Ambitionen der Ersten Litauischen Republik. Das in der Hauptstraße der Stadt im Jahr 1929 eröffnete Gebäude der Litauischen Bank, war das erste repräsentative Objekt dieser Kategorie in der provisorischen Hauptstadt.

Die klassischen, symmetrischen, Macht und Stärke symbolisierenden architektonischen Lösungen, waren für M. Songaila, wie auch zahlreiche anderen im dritten Jahrzehnt des 20. Jh. in Kaunas arbeitenden Architekten, keine zufällig gewählten. Diese wurden ihnen im Studium an dem Sankt Peterburger Institut für Ingenieurwesen und in der Kunstakademie eingeprägt. Dieser Architekt hatte die internationale Ausschreibung der Litauischen Bank nicht gewonnen, das hatten die französischen Kollegen getan, da deren Projekt aber zu teuer war, bekam die Ehre der Gewinner des zweiten Platzes.

Ein interessantes Detail ist auch, dass die Bank auch Bewohner hatte – im Komplex waren Wohnungen, Garagen, Wäschereiräume eingerichtet. In einer schicken 8 Zimmer Wohnung wohnte – wenn auch nur ganz kurz, da er im Jahr 1930 vertrieben wurde – der Ministerpräsident Augustinas Voldemaras mit seiner Familie. Sie hatten zu ihrer Verfügung eine Bibliothek, Empfangsräume mit Balkon, einen separaten Eingang mit Aufzug. Im Gebäude war auch die Wohnung des Bankverwalters.

Als Sowjetunion Litauen okkupierte, wurde die Bank zu einer Filiale der Staatsbank der UdSSR umgewandelt. Am 25. März 1941 wurde Litas, die Währung des unabhängigen litauischen Staates, verboten. Die in der Bank aufbewahrten Banknoten sollten in den im Gebäude sich befindenden Öfen verbrannt werden. Mit dem Gebäude der nationalisierten Bank sind die Okkupanten behutsam umgegangen, schon im Jahr 1970 wurde es zu einem Architekturdenkmal erklärt. Nach der Unabhängigkeitserklärung wurde das Gebäude rekonstruiert, das Interieur und die originalen Farben wiederhergestellt.

Obwohl heute ein Besuch der Bank rechtzeitig geplant sein muss, so ein Besuch bereitet aber ein großes Vergnügen, beim Entdecken der Geheimnisse der Stadt Kaunas aus der Zwischenkriegszeit. Bevor Sie die schweren Türen der Bank öffnen, betrachten Sie die Art Déco Elemente – die dekorativen Leuchten auf beiden Seiten des Eingangs. Besonders ist auch die in der Fensternische untergebrachte Skulptur von Kajetonas Sklėrius. Im Inneren des Gebäudes werden Sie von der Menge der Einrichtungsdetails, der Qualität der Materialien und der Vielfalt überwältigt. Marmor, Kristall, Bronze, Parkett, Werke von berühmten Künstlern – ein Besuch in der Litauischen Bank könnte auch zu kurz vorkommen.

Die Litauische Bank

Maironio Str. 25, Kaunas

Die monumentalen, von dem Architekten Mykolas Songaila entworfenen Formen und die Luxuseinrichtung bezeugen die positiven Ambitionen der Ersten Litauischen Republik. Das in der Hauptstraße der Stadt im Jahr 1929 eröffnete Gebäude der Litauischen Bank, war das erste repräsentative Objekt dieser Kategorie in der provisorischen Hauptstadt.

Die klassischen, symmetrischen, Macht und Stärke symbolisierenden architektonischen Lösungen, waren für M. Songaila, wie auch zahlreiche anderen im dritten Jahrzehnt des 20. Jh. in Kaunas arbeitenden Architekten, keine zufällig gewählten. Diese wurden ihnen im Studium an dem Sankt Peterburger Institut für Ingenieurwesen und in der Kunstakademie eingeprägt. Dieser Architekt hatte die internationale Ausschreibung der Litauischen Bank nicht gewonnen, das hatten die französischen Kollegen getan, da deren Projekt aber zu teuer war, bekam die Ehre der Gewinner des zweiten Platzes.

Ein interessantes Detail ist auch, dass die Bank auch Bewohner hatte – im Komplex waren Wohnungen, Garagen, Wäschereiräume eingerichtet. In einer schicken 8 Zimmer Wohnung wohnte – wenn auch nur ganz kurz, da er im Jahr 1930 vertrieben wurde – der Ministerpräsident Augustinas Voldemaras mit seiner Familie. Sie hatten zu ihrer Verfügung eine Bibliothek, Empfangsräume mit Balkon, einen separaten Eingang mit Aufzug. Im Gebäude war auch die Wohnung des Bankverwalters.

Als Sowjetunion Litauen okkupierte, wurde die Bank zu einer Filiale der Staatsbank der UdSSR umgewandelt. Am 25. März 1941 wurde Litas, die Währung des unabhängigen litauischen Staates, verboten. Die in der Bank aufbewahrten Banknoten sollten in den im Gebäude sich befindenden Öfen verbrannt werden. Mit dem Gebäude der nationalisierten Bank sind die Okkupanten behutsam umgegangen, schon im Jahr 1970 wurde es zu einem Architekturdenkmal erklärt. Nach der Unabhängigkeitserklärung wurde das Gebäude rekonstruiert, das Interieur und die originalen Farben wiederhergestellt.

Obwohl heute ein Besuch der Bank rechtzeitig geplant sein muss, so ein Besuch bereitet aber ein großes Vergnügen, beim Entdecken der Geheimnisse der Stadt Kaunas aus der Zwischenkriegszeit. Bevor Sie die schweren Türen der Bank öffnen, betrachten Sie die Art Déco Elemente – die dekorativen Leuchten auf beiden Seiten des Eingangs. Besonders ist auch die in der Fensternische untergebrachte Skulptur von Kajetonas Sklėrius. Im Inneren des Gebäudes werden Sie von der Menge der Einrichtungsdetails, der Qualität der Materialien und der Vielfalt überwältigt. Marmor, Kristall, Bronze, Parkett, Werke von berühmten Künstlern – ein Besuch in der Litauischen Bank könnte auch zu kurz vorkommen.

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