ZURÜCK

Die Schlamm- und Wasserheilklinik im Sanatorium Tulpė

9°C
Birutės Str. 35, Birštonas
Hören
Routen

Der Birštonas Name wurde im Jahr 1382 das erste Mal in historischen schriftlichen Quellen erwähnt, als es dem Großmagister des Kreuzritterordens mitgeteilt wurde, dass am Nemunas ein Gutshof am salzigen Wasser entdeckt worden ist. Und dieses – sogar fast 500 Jahre vor der offiziellen Erteilung des Kurort-Status!

Als Erholungsoase wurde das Städtchen im 19. Jh. immer bekannter, besonders nachdem der in der Nähe gewesene Kurort Stakliškės abgebrannt ist. Im Jahr 1854 wurde für die Gründung des Kurortes auch die offizielle Erlaubnis erteilt, darum haben sich der Schlossherr Adomas Bartoševičius und der Arzt Benediktas Bilinskis gekümmert. Nach einigen Jahrzenten hatte der Schlossherr aus Jieznas Ignotas Kvinta den Kurort erworben und es ausgebaut, später wurde Frau Lidija Miller-Kochanovskienė zur Eigentümerin. Das in den Jahren des Ersten Weltkrieges sehr gelittene Städtchen, ging nach der Unabhängigkeitserklärung in die Staatshände über, es kümmerte sich darum der Verein des Litauischen Roten Kreuzes.

Der Verein verpflichtete sich gegenüber der Litauischen Gesundheitsbehörde das Kurort nicht nur zu pflegen, sondern auch weiterzuentwickeln und zu modernisieren. Eines der Modernisierungsmerkmale – in Birštonas wurden Schlammtherapien angeboten. Im Jahr 1933 eröffnete eine neue, mit dem Emblem des Roten Kreuzes geschmückte, speziell zu diesem Zweck gebaute, Klinik.

Dieses Gebäude ist eines der Symbole des in der Zwischenkriegszeit sich schnell erneuernden Kurortes, da bis ins Jahr 1935 sehr intensiv die alten Gebäude abgerissen und neue Gebäude in Birštonas gebaut wurden. Die Kurort Entwicklung leitete Vytautas Landsbergis-Žemkalnis und der Autor des im Jahr 1930 vorbereiteten Projektes Mineralbäder des bedeutenden Schlosses, der Architekt Romanas Steikūnas, hinterließ in Birštonas zahlreiche Spuren. Interessant ist, dass das Rote Kreuz sein Netz auch in anderen Städten Litauens ausweitete.

Von den anderen, meist aus Holz gebauten Kurort Gebäuden im Zeitalter der Ersten Republik Litauen, unterscheidet sich das neue gemauerte Klinikgebäude durch seine Architektur und seine eleganten Formen. Leichtigkeit verleiht die verglaste Fassade. Eine Kuppel bedeckt die Lobby, wo der Wartesaal und die Kassen eingerichtet sind.

Die Mineral-, Kohlensäure- und Schlammbäder in der Birštonas Klinik können auch von keinem Regen unterbrochen werden. Jeden Tag gibt es mehr Anwender,- so schrieb im August 1935 die Zeitung Lietuvos aidas. Über das Phänomen der Zwischenkriegszeit berichtende Journalisten berichteten auch, dass nicht umsonst hier auch die Ärzte sich behandeln ließen, es wurde angedeutet, dass der Kurort auch von ausländischen Gästen besucht wird.

Die Schlamm- und Wasserheilklinik im Sanatorium Tulpė

Birutės Str. 35, Birštonas

Der Birštonas Name wurde im Jahr 1382 das erste Mal in historischen schriftlichen Quellen erwähnt, als es dem Großmagister des Kreuzritterordens mitgeteilt wurde, dass am Nemunas ein Gutshof am salzigen Wasser entdeckt worden ist. Und dieses – sogar fast 500 Jahre vor der offiziellen Erteilung des Kurort-Status!

Als Erholungsoase wurde das Städtchen im 19. Jh. immer bekannter, besonders nachdem der in der Nähe gewesene Kurort Stakliškės abgebrannt ist. Im Jahr 1854 wurde für die Gründung des Kurortes auch die offizielle Erlaubnis erteilt, darum haben sich der Schlossherr Adomas Bartoševičius und der Arzt Benediktas Bilinskis gekümmert. Nach einigen Jahrzenten hatte der Schlossherr aus Jieznas Ignotas Kvinta den Kurort erworben und es ausgebaut, später wurde Frau Lidija Miller-Kochanovskienė zur Eigentümerin. Das in den Jahren des Ersten Weltkrieges sehr gelittene Städtchen, ging nach der Unabhängigkeitserklärung in die Staatshände über, es kümmerte sich darum der Verein des Litauischen Roten Kreuzes.

Der Verein verpflichtete sich gegenüber der Litauischen Gesundheitsbehörde das Kurort nicht nur zu pflegen, sondern auch weiterzuentwickeln und zu modernisieren. Eines der Modernisierungsmerkmale – in Birštonas wurden Schlammtherapien angeboten. Im Jahr 1933 eröffnete eine neue, mit dem Emblem des Roten Kreuzes geschmückte, speziell zu diesem Zweck gebaute, Klinik.

Dieses Gebäude ist eines der Symbole des in der Zwischenkriegszeit sich schnell erneuernden Kurortes, da bis ins Jahr 1935 sehr intensiv die alten Gebäude abgerissen und neue Gebäude in Birštonas gebaut wurden. Die Kurort Entwicklung leitete Vytautas Landsbergis-Žemkalnis und der Autor des im Jahr 1930 vorbereiteten Projektes Mineralbäder des bedeutenden Schlosses, der Architekt Romanas Steikūnas, hinterließ in Birštonas zahlreiche Spuren. Interessant ist, dass das Rote Kreuz sein Netz auch in anderen Städten Litauens ausweitete.

Von den anderen, meist aus Holz gebauten Kurort Gebäuden im Zeitalter der Ersten Republik Litauen, unterscheidet sich das neue gemauerte Klinikgebäude durch seine Architektur und seine eleganten Formen. Leichtigkeit verleiht die verglaste Fassade. Eine Kuppel bedeckt die Lobby, wo der Wartesaal und die Kassen eingerichtet sind.

Die Mineral-, Kohlensäure- und Schlammbäder in der Birštonas Klinik können auch von keinem Regen unterbrochen werden. Jeden Tag gibt es mehr Anwender,- so schrieb im August 1935 die Zeitung Lietuvos aidas. Über das Phänomen der Zwischenkriegszeit berichtende Journalisten berichteten auch, dass nicht umsonst hier auch die Ärzte sich behandeln ließen, es wurde angedeutet, dass der Kurort auch von ausländischen Gästen besucht wird.

Ihr Kommentar

Senden
Kommentar erfolgreich abgesendet!