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Ehemaliges Gebäude des Unternehmens Pažanga

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Laisvės Allee 53, Kaunas
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Das Werk eines der bekanntesten litauischen Architekten Feliksas Vizbaras, das an der Stelle des alten Hauses im Jahr 1934 in der Laisvės Allee gebaut wurde, hatte in der Zwischenkriegszeit nie geschlafen.

Im Palast hatte ihre Räume die Aktiengesellschaft Pažanga, deren Arbeitsbereich die Herausgabe und der Vertrieb von Büchern und Zeitungen war. Neben Pažanga ließen sich im Gebäude der Vorstand und der Klub der Lietuvos tautininkų sąjunga (dt. Bund der litauischen Nationalisten), Redaktionen der Zeitschrift Jaunoji karta (dt. die neue Generation) und der Zeitung Lietuvos aidas (dt. das Echo Litauens) und auch die Verwaltung der letzteren nieder. Später wurde in der vierten Etage ein Restaurant eröffnet, auf dem Dach wurde eine Terrasse eingerichtet. Im Erdgeschoss gab es ein Kurzwarengeschäft des Unternehmens Parama. Sogar im Keller des Gebäudes gab es Leben, hier war ein Sitzungssaal, das durch die matten Scheiben der Dachfenster (nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese rausgenommen) beleuchtet wurde. Auf dem Hof wurden noch andere zum Gebäude gehörenden Teile gebaut.

Die Lietuvos tautininkų sąjunga war die führende Partei, so ist es nicht verwunderlich, dass auch für das Gebäude ein Nationalstil ausgewählt wurde und für die Betonung dessen auch keine Ausgaben gescheut wurden. Es wird gerechnet, dass für den Bau über 600 000 Litas ausgegeben worden sind und das war zu der Zeit sehr viel Geld.

Die Openwork Dekorelemente erinnern an die Traditionen der Holzschnitzereien, die in der Art Déco interpretierten Motive der nationalen Kunst sieht man auch in den Balkongeländern. Ähnliche Taktik benutzte Feliksas Vizbaras auch bei dem Entwurf der Kaunas Zentralpost. Nationale Motive sieht man auch in der Inneneinrichtung des Palastes.

Zusammen mit dem nächsten Nachbarn, dem von Vytautas Landsbergis-Žemkalnis geplanten Palast des Milchzentrums, wurde auch dieses Gebäude zu den wichtigsten Akzenten von Laisvės Allee, dem bedeutsamsten Boulevard der provisorischen Hauptstadt. Das sind die wenigen Wolkenkratzer der Zwischenkriegszeit, die heute auch als Geschäftszentren bezeichnet werden. Noch so einen Wolkenkratzer gibt es in der Kęstučio Str. Dieses Haus gehörte Jonas Lapėnas, einem der Gründer des Unternehmens Pažanga.

In den Jahren der sowjetischen Okkupation wurde die innere Logik des Palastes, wo unterschiedliche wissenschaftliche Organisationen eingerichtet waren, neu überdacht, einige Fachläute bezeichnen es auch eher als zerstört. Hier wurden teilweise auch Wohnungen eingerichtet.

Im Jahr 1989 ist hier die neugegründete Vytautas-Magnus-Universität eingezogen. Im Jahr 2015 wurden mit Beschluss der EU-Kommission 44 Objekte modernistischer Architektur der Zwischenkriegszeit in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, unter ihnen auch der Pažanga Palast.

Ehemaliges Gebäude des Unternehmens Pažanga

Laisvės Allee 53, Kaunas

Das Werk eines der bekanntesten litauischen Architekten Feliksas Vizbaras, das an der Stelle des alten Hauses im Jahr 1934 in der Laisvės Allee gebaut wurde, hatte in der Zwischenkriegszeit nie geschlafen.

Im Palast hatte ihre Räume die Aktiengesellschaft Pažanga, deren Arbeitsbereich die Herausgabe und der Vertrieb von Büchern und Zeitungen war. Neben Pažanga ließen sich im Gebäude der Vorstand und der Klub der Lietuvos tautininkų sąjunga (dt. Bund der litauischen Nationalisten), Redaktionen der Zeitschrift Jaunoji karta (dt. die neue Generation) und der Zeitung Lietuvos aidas (dt. das Echo Litauens) und auch die Verwaltung der letzteren nieder. Später wurde in der vierten Etage ein Restaurant eröffnet, auf dem Dach wurde eine Terrasse eingerichtet. Im Erdgeschoss gab es ein Kurzwarengeschäft des Unternehmens Parama. Sogar im Keller des Gebäudes gab es Leben, hier war ein Sitzungssaal, das durch die matten Scheiben der Dachfenster (nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese rausgenommen) beleuchtet wurde. Auf dem Hof wurden noch andere zum Gebäude gehörenden Teile gebaut.

Die Lietuvos tautininkų sąjunga war die führende Partei, so ist es nicht verwunderlich, dass auch für das Gebäude ein Nationalstil ausgewählt wurde und für die Betonung dessen auch keine Ausgaben gescheut wurden. Es wird gerechnet, dass für den Bau über 600 000 Litas ausgegeben worden sind und das war zu der Zeit sehr viel Geld.

Die Openwork Dekorelemente erinnern an die Traditionen der Holzschnitzereien, die in der Art Déco interpretierten Motive der nationalen Kunst sieht man auch in den Balkongeländern. Ähnliche Taktik benutzte Feliksas Vizbaras auch bei dem Entwurf der Kaunas Zentralpost. Nationale Motive sieht man auch in der Inneneinrichtung des Palastes.

Zusammen mit dem nächsten Nachbarn, dem von Vytautas Landsbergis-Žemkalnis geplanten Palast des Milchzentrums, wurde auch dieses Gebäude zu den wichtigsten Akzenten von Laisvės Allee, dem bedeutsamsten Boulevard der provisorischen Hauptstadt. Das sind die wenigen Wolkenkratzer der Zwischenkriegszeit, die heute auch als Geschäftszentren bezeichnet werden. Noch so einen Wolkenkratzer gibt es in der Kęstučio Str. Dieses Haus gehörte Jonas Lapėnas, einem der Gründer des Unternehmens Pažanga.

In den Jahren der sowjetischen Okkupation wurde die innere Logik des Palastes, wo unterschiedliche wissenschaftliche Organisationen eingerichtet waren, neu überdacht, einige Fachläute bezeichnen es auch eher als zerstört. Hier wurden teilweise auch Wohnungen eingerichtet.

Im Jahr 1989 ist hier die neugegründete Vytautas-Magnus-Universität eingezogen. Im Jahr 2015 wurden mit Beschluss der EU-Kommission 44 Objekte modernistischer Architektur der Zwischenkriegszeit in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, unter ihnen auch der Pažanga Palast.

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