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Fakultät für chemische Technologien an der Technischen Universität Kaunas

(ehem. Forschungslabor)

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Radvilėnų Landstr. 19, Kaunas
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Das Forschungslabor des Bewaffnungsvorstandes des Landesverteidigungsministeriums in der Zwischenkriegszeit, kostete Litauen genauso viel, wie die größte und modernste in den Baltischen Ländern – Žalgiris Arena im 21. Jh. Symbolisch ist, dass das Forschungslabor, das innovativste Gebäude in den Baltischen Ländern war. Nicht nur stylisch und modern, sondern auch voll mit modernsten Technologien.

Interessant ist, dass die Bauarbeiten des von Vytautas Landsbergis-Žemkalnis geplanten Laboratoriums im eleganten und funktionalistischen Stil, von der Militär überwacht wurden. Das Gebäude musste von möglichen Unglücksfällen maximal geschützt werden. Der Oberst, Ingenieur und Chemiewissenschaftler Juozas Vėbra wurde der Leiter des Laboratoriums. Ideen für das Gebäude in Kaunas sammelte er während der Besuche der fortschrittlichsten Laboratorien in Deutschland, Belgien, Frankreich, der Schweiz und Spanien.

Die Einwohner von Žaliakalnis waren nicht sonderlich über so eine Nachbarschaft direkt am Rande von Ąžuolynas begeistert und nannten es sogar Gasfabrik. Trotz allem wurde es im Jahr 1932 mit den Bauarbeiten begonnen und sie dauerten drei Jahre lang. So ein Labor außerhalb der Stadt, hätte wahrscheinlich die Ruhe von wenigeren Menschen gestört, aber auch die bequeme Verbindung mit Regierungsinstitutionen und der Universität war wichtig. Besondere Schließanlagen, speziellen Ausziehschränke, Wassersystem mit konstantem Wasserdruck, chemiesicheres Versteck – das Laboratorium war ein echtes Zukunftsgebäude. Eines der Ziele der Einrichtung war die Arbeit mit der Chemiewaffe. Obwohl es im internationalen Kontext verboten war, war es ein Objekt der häufigen militärischen Diskussionen.

Eine interessante, die Einsicht der Menschen in Kaunas der Zwischenkriegszeit und die Vorahnung der nahliegenden Zukunft, bestätigende Tatsache ist, dass die im Ausland hergestellten Gerätschaften der höchsten Qualität, von den Okkupanten nicht geraubt werden konnte allein aus dem Grund, da diese beim Bau des Laboratoriums schon in die Konstruktion mit eingebaut waren, sie waren ein organisches Teil des Gebäudes. Heute kann die Fakultät für chemische Technologien an der Technischen Universität Kaunas besucht werden, hier werden auch thematische Führungen angeboten.

Im Jahr 2015 wurden mit Beschluss der EU-Kommission 44 Objekte modernistischer Architektur der Zwischenkriegszeit in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, unter ihnen auch das Forschungslabor.

Fakultät für chemische Technologien an der Technischen Universität Kaunas

(ehem. Forschungslabor)

Radvilėnų Landstr. 19, Kaunas

Das Forschungslabor des Bewaffnungsvorstandes des Landesverteidigungsministeriums in der Zwischenkriegszeit, kostete Litauen genauso viel, wie die größte und modernste in den Baltischen Ländern – Žalgiris Arena im 21. Jh. Symbolisch ist, dass das Forschungslabor, das innovativste Gebäude in den Baltischen Ländern war. Nicht nur stylisch und modern, sondern auch voll mit modernsten Technologien.

Interessant ist, dass die Bauarbeiten des von Vytautas Landsbergis-Žemkalnis geplanten Laboratoriums im eleganten und funktionalistischen Stil, von der Militär überwacht wurden. Das Gebäude musste von möglichen Unglücksfällen maximal geschützt werden. Der Oberst, Ingenieur und Chemiewissenschaftler Juozas Vėbra wurde der Leiter des Laboratoriums. Ideen für das Gebäude in Kaunas sammelte er während der Besuche der fortschrittlichsten Laboratorien in Deutschland, Belgien, Frankreich, der Schweiz und Spanien.

Die Einwohner von Žaliakalnis waren nicht sonderlich über so eine Nachbarschaft direkt am Rande von Ąžuolynas begeistert und nannten es sogar Gasfabrik. Trotz allem wurde es im Jahr 1932 mit den Bauarbeiten begonnen und sie dauerten drei Jahre lang. So ein Labor außerhalb der Stadt, hätte wahrscheinlich die Ruhe von wenigeren Menschen gestört, aber auch die bequeme Verbindung mit Regierungsinstitutionen und der Universität war wichtig. Besondere Schließanlagen, speziellen Ausziehschränke, Wassersystem mit konstantem Wasserdruck, chemiesicheres Versteck – das Laboratorium war ein echtes Zukunftsgebäude. Eines der Ziele der Einrichtung war die Arbeit mit der Chemiewaffe. Obwohl es im internationalen Kontext verboten war, war es ein Objekt der häufigen militärischen Diskussionen.

Eine interessante, die Einsicht der Menschen in Kaunas der Zwischenkriegszeit und die Vorahnung der nahliegenden Zukunft, bestätigende Tatsache ist, dass die im Ausland hergestellten Gerätschaften der höchsten Qualität, von den Okkupanten nicht geraubt werden konnte allein aus dem Grund, da diese beim Bau des Laboratoriums schon in die Konstruktion mit eingebaut waren, sie waren ein organisches Teil des Gebäudes. Heute kann die Fakultät für chemische Technologien an der Technischen Universität Kaunas besucht werden, hier werden auch thematische Führungen angeboten.

Im Jahr 2015 wurden mit Beschluss der EU-Kommission 44 Objekte modernistischer Architektur der Zwischenkriegszeit in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, unter ihnen auch das Forschungslabor.

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