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Kęstučio Str. 3, Telšiai
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Die in der Kurischen Landschaft gebaute Stadt Telšiai ist schon seit dem Jahr 1450 bekannt. Im Jahr 1791 wurden der Stadt die Magdeburger Rechte erteilt. Im selben Jahr haben die Bernhardiner Mönche auf dem Hügel eine gemauerte Kirche gebaut, die dann 1926, als Bistum Telšiai gegründet wurde, zu einer Kathedrale wurde. Im Jahr 1793 wurde die erste Schule gegründet. Im Jahr 1875 wurde eine Jeschiwa eröffnet, die dann 1941 nach Cleveland umgezogen ist. Die Stadt Telšiai entwickelte sich schnell, sowohl am Ende des 19. Jh., wie auch in der Zwischenkriegszeit. Die im Jahr 1932 verlegte Eisenbahnlinie wurde zu einem der Faktoren des Wachstums der Niederlitauischen Hauptstadt, gemeinsam mit Wirtschaftsexpansion und gesellschaftlichen Initiativen. Die Bewohner der immer moderner werdenden ersten Litauischen Republik suchten auch nach aktuellen Unterhaltungsmöglichkeiten. Eine davon, die besonders beliebt war, war das Schauen von Kinofilmen.

Das erste Kino wurde in Litauen in Vilnius im Jahr 1905 eröffnet. Im Jahr 1911 eröffnete in einem neuen, im selben Jahr gebauten, Gebäude in Telšiai ein neues Kino Džiugas. Das dreistöckige Backsteingebäude musste schon damals aus seinem Umfeld besonders hervorstechen, auch heute noch stehen von beiden Seiten an das Gebäude etwas bescheidenere Holzhäuser angelehnt.

In seinen Memoiren schrieb der ehemalige Bürgermeister Feliksas Milevičius, dass dieses Gebäude auch als klassisches Theater fungierte: „In der Stadt Telšiai, gab es außer des „Džiugas“ Saals keinen anderen geeigneten Theater Palast.“

Warum gerade Džiugas? Eine Legende erzählt, dass Telšiai von einem Riesen oder Helden Džiugas gegründet wurde. Gleich in der Nähe der Stadt gibt es einen als Džiugas Berg noch genannten Džiuginėnai Burgwall. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass es mehrere Projekte oder Produkte gibt, die diesen Namen haben und ihre Stadt berühmt machen. Auch in fernen Ländern kennt man den Džiugas Käse und andere Produkte, schon viele Jahre gibt es eine Senioren Tanzgruppe Džiugas, mit diesem Namen wurde auch ein Gymnasium genannt.

Später bekam den Namen Džiugas das neue Kino, das an der Stelle der alten Synagoge von Telšiai gebaut wurde. Das Kino in der Kęstučio Str. wurde in den Jahren der Sowjetischen Okkupation Spalis (dt. Oktober) genannt.

Nach der Unabhängigkeitserklärung wurde das Kino in diesem Gebäude von anderen Künsten abgelöst, im Jahr 1993 wurde hier der Telšiai Ausstellungssaal eröffnet. In dem im Jahr 2016 gründlich restaurierten Gebäude wurde für alle interessierten ein Telšiai Zentrum für angewandte Kulturerbe Forschung und Konservation, der Kunstakademie Vilnius eröffnet. Hier gibt es einen Ausstellungsraum, es werden Konferenzen, Vorlesungen veranstaltet und edukative Veranstaltungen durchgeführt.

Gebäude

Kęstučio Str. 3, Telšiai

Die in der Kurischen Landschaft gebaute Stadt Telšiai ist schon seit dem Jahr 1450 bekannt. Im Jahr 1791 wurden der Stadt die Magdeburger Rechte erteilt. Im selben Jahr haben die Bernhardiner Mönche auf dem Hügel eine gemauerte Kirche gebaut, die dann 1926, als Bistum Telšiai gegründet wurde, zu einer Kathedrale wurde. Im Jahr 1793 wurde die erste Schule gegründet. Im Jahr 1875 wurde eine Jeschiwa eröffnet, die dann 1941 nach Cleveland umgezogen ist. Die Stadt Telšiai entwickelte sich schnell, sowohl am Ende des 19. Jh., wie auch in der Zwischenkriegszeit. Die im Jahr 1932 verlegte Eisenbahnlinie wurde zu einem der Faktoren des Wachstums der Niederlitauischen Hauptstadt, gemeinsam mit Wirtschaftsexpansion und gesellschaftlichen Initiativen. Die Bewohner der immer moderner werdenden ersten Litauischen Republik suchten auch nach aktuellen Unterhaltungsmöglichkeiten. Eine davon, die besonders beliebt war, war das Schauen von Kinofilmen.

Das erste Kino wurde in Litauen in Vilnius im Jahr 1905 eröffnet. Im Jahr 1911 eröffnete in einem neuen, im selben Jahr gebauten, Gebäude in Telšiai ein neues Kino Džiugas. Das dreistöckige Backsteingebäude musste schon damals aus seinem Umfeld besonders hervorstechen, auch heute noch stehen von beiden Seiten an das Gebäude etwas bescheidenere Holzhäuser angelehnt.

In seinen Memoiren schrieb der ehemalige Bürgermeister Feliksas Milevičius, dass dieses Gebäude auch als klassisches Theater fungierte: „In der Stadt Telšiai, gab es außer des „Džiugas“ Saals keinen anderen geeigneten Theater Palast.“

Warum gerade Džiugas? Eine Legende erzählt, dass Telšiai von einem Riesen oder Helden Džiugas gegründet wurde. Gleich in der Nähe der Stadt gibt es einen als Džiugas Berg noch genannten Džiuginėnai Burgwall. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass es mehrere Projekte oder Produkte gibt, die diesen Namen haben und ihre Stadt berühmt machen. Auch in fernen Ländern kennt man den Džiugas Käse und andere Produkte, schon viele Jahre gibt es eine Senioren Tanzgruppe Džiugas, mit diesem Namen wurde auch ein Gymnasium genannt.

Später bekam den Namen Džiugas das neue Kino, das an der Stelle der alten Synagoge von Telšiai gebaut wurde. Das Kino in der Kęstučio Str. wurde in den Jahren der Sowjetischen Okkupation Spalis (dt. Oktober) genannt.

Nach der Unabhängigkeitserklärung wurde das Kino in diesem Gebäude von anderen Künsten abgelöst, im Jahr 1993 wurde hier der Telšiai Ausstellungssaal eröffnet. In dem im Jahr 2016 gründlich restaurierten Gebäude wurde für alle interessierten ein Telšiai Zentrum für angewandte Kulturerbe Forschung und Konservation, der Kunstakademie Vilnius eröffnet. Hier gibt es einen Ausstellungsraum, es werden Konferenzen, Vorlesungen veranstaltet und edukative Veranstaltungen durchgeführt.

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