ZURÜCK

Handels-, Industrie- und Handwerkskammer Kaunas

10°C
K. Donelaičio Str. 8, Kaunas
Hören
Routen

Eine der belebtesten, pulsierenden Straßen der Stadt Kaunas, die K. Donelaičio Str., ist ohne diesen Palast kaum vorstellbar. Er gleicht einem Tor, der die Reisenden zum Bahnhof oder Žaliakalnis begleitet. Wussten Sie, dass dieses Gebäude eigentlich bei dem Militärmuseum stehen sollte? Als es beschlossen wurde, dass dort die Staatlichkeitssymbole sich konzentrieren sollten und nach Erwerb eines Grundstücks an einem anderen Ende der Straße, musste das von Vytautas Landsbergis-Žemkalnis vorbereitete Projekt etwas geändert werden. An der Ausschreibung des Gebäudeprojektes haben sogar 28 Angebote teilgenommen, die Idee von V. Landsbergis-Žemkalnis besetzte den zweiten Platz.
Obwohl die Lösungen des Architekten Ende des vierten Jahrzehntes des 20. Jh. schon ziemlich modern und mutig waren (s. Forschungslabor), so hat der Palast der Handels-, Industrie- und Handwerkskammer klassische Züge. Diesen Eindruck verleihen dem Gebäude die Halbsäuen und Bögen. Es ist gut möglich, dass so der Palast auch an das Militärmuseum in Kaunas und die Litauische Landesbank angepasst werden sollte.

Für die Inneneinrichtung des Palastes wurden nationale Motive verwendet. Die Inneneirichtung, die nicht vollständig bis an die heutigen Tage erhalten geblieben ist, wurde auch von dem Architekten selbst, in Zusammenarbeit mit herausragenden Künstlern der Zwischenkriegszeit, entworfen. Die Flachreliefs wurden von Bronius Pundzius, die Glasmalerei von Stasys Ušinskas und Malereien von Petras Kalpokas, der auch die Fresken geschaffen hat, angefertigt.

Am 16. Juni 1938 stand in Lietuvos aidas, dass es schon ausreichend deutlich ist, dass das eines der schönsten Gebäude von Kaunas sein wird. Hier wurde bekanntgegeben, dass im Palast auch die Börse und ein Warenmuseum eingerichtet werden und auch Herausgeber von Wirtschaftspresse arbeiten werden.

Im Jahr 1940 wurde das Gebäude nationalisiert und dem Kulturmuseum übergeben. In der Kriegszeit war hier das Generalkommissariat untergebracht. Damals wurden auch alle P. Kalpokas Fresken übergestrichen, eine von ihnen in der Lobby wurde später wieder aufgedeckt. Dass die Wertigkeit und Herrlichkeit dieses Gebäudes nicht vollständig verloren gegangen sind, verdanken wir der Tatsache, dass hier nach dem Krieg eine Bibliothek eingerichtet wurde. Die Mitarbeiter der Bibliothek gingen besonders behutsam mit den Gegenständen in ihrem Umfeld um. Auch heute ist hier die Abteilung für Alte und Seltene Drucke der öffentlichen Bibliothek des Kaunas Bezirkes untergebracht. Die Mitarbeiter der Bibliothek sind Kenner und Liebhaber der Geschichte von Kaunas und veranstalten regelmäßige Ausstellungen über die Geschichte von Kaunas.

Im Jahr 2015 wurden mit Beschluss der EU-Kommission 44 Objekte modernistischer Architektur der Zwischenkriegszeit in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, unter ihnen auch dieser Palast.

Handels-, Industrie- und Handwerkskammer Kaunas

K. Donelaičio Str. 8, Kaunas

Eine der belebtesten, pulsierenden Straßen der Stadt Kaunas, die K. Donelaičio Str., ist ohne diesen Palast kaum vorstellbar. Er gleicht einem Tor, der die Reisenden zum Bahnhof oder Žaliakalnis begleitet. Wussten Sie, dass dieses Gebäude eigentlich bei dem Militärmuseum stehen sollte? Als es beschlossen wurde, dass dort die Staatlichkeitssymbole sich konzentrieren sollten und nach Erwerb eines Grundstücks an einem anderen Ende der Straße, musste das von Vytautas Landsbergis-Žemkalnis vorbereitete Projekt etwas geändert werden. An der Ausschreibung des Gebäudeprojektes haben sogar 28 Angebote teilgenommen, die Idee von V. Landsbergis-Žemkalnis besetzte den zweiten Platz.
Obwohl die Lösungen des Architekten Ende des vierten Jahrzehntes des 20. Jh. schon ziemlich modern und mutig waren (s. Forschungslabor), so hat der Palast der Handels-, Industrie- und Handwerkskammer klassische Züge. Diesen Eindruck verleihen dem Gebäude die Halbsäuen und Bögen. Es ist gut möglich, dass so der Palast auch an das Militärmuseum in Kaunas und die Litauische Landesbank angepasst werden sollte.

Für die Inneneinrichtung des Palastes wurden nationale Motive verwendet. Die Inneneirichtung, die nicht vollständig bis an die heutigen Tage erhalten geblieben ist, wurde auch von dem Architekten selbst, in Zusammenarbeit mit herausragenden Künstlern der Zwischenkriegszeit, entworfen. Die Flachreliefs wurden von Bronius Pundzius, die Glasmalerei von Stasys Ušinskas und Malereien von Petras Kalpokas, der auch die Fresken geschaffen hat, angefertigt.

Am 16. Juni 1938 stand in Lietuvos aidas, dass es schon ausreichend deutlich ist, dass das eines der schönsten Gebäude von Kaunas sein wird. Hier wurde bekanntgegeben, dass im Palast auch die Börse und ein Warenmuseum eingerichtet werden und auch Herausgeber von Wirtschaftspresse arbeiten werden.

Im Jahr 1940 wurde das Gebäude nationalisiert und dem Kulturmuseum übergeben. In der Kriegszeit war hier das Generalkommissariat untergebracht. Damals wurden auch alle P. Kalpokas Fresken übergestrichen, eine von ihnen in der Lobby wurde später wieder aufgedeckt. Dass die Wertigkeit und Herrlichkeit dieses Gebäudes nicht vollständig verloren gegangen sind, verdanken wir der Tatsache, dass hier nach dem Krieg eine Bibliothek eingerichtet wurde. Die Mitarbeiter der Bibliothek gingen besonders behutsam mit den Gegenständen in ihrem Umfeld um. Auch heute ist hier die Abteilung für Alte und Seltene Drucke der öffentlichen Bibliothek des Kaunas Bezirkes untergebracht. Die Mitarbeiter der Bibliothek sind Kenner und Liebhaber der Geschichte von Kaunas und veranstalten regelmäßige Ausstellungen über die Geschichte von Kaunas.

Im Jahr 2015 wurden mit Beschluss der EU-Kommission 44 Objekte modernistischer Architektur der Zwischenkriegszeit in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, unter ihnen auch dieser Palast.

Ihr Kommentar

Senden
Kommentar erfolgreich abgesendet!