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Handwerksschule

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Muziejaus Str. 29, Region Telšiai
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Die in der Kurischen Landschaft gebaute Stadt Telšiai ist schon seit dem Jahr 1450 bekannt. Im Jahr 1791 wurden der Stadt die Magdeburger Rechte erteilt. Im selben Jahr haben die Bernhardiner Mönche auf dem Hügel eine gemauerte Kirche gebaut, die dann 1926, als Bistum Telšiai gegründet wurde, zu einer Kathedrale wurde. Im Jahr 1793 wurde die erste Schule gegründet. Im Jahr 1875 wurde eine Jeschiwa eröffnet, die dann 1941 nach Cleveland umgezogen ist. Die Stadt Telšiai entwickelte sich schnell, sowohl am Ende des 19. Jh., wie auch in der Zwischenkriegszeit. Die im Jahr 1932 verlegte Eisenbahnlinie wurde zu einem der Faktoren des Wachstums der Niederlitauischen Hauptstadt, gemeinsam mit Wirtschaftsexpansion und gesellschaftlichen Initiativen. Das Vermächtnis des schnellen Wachstums der Stadt in der Zwischenkriegszeit – ein Gebäude Netzwerk in modernistischer Architektur.

Am 4. Oktober 1936 wurden in Telšiai drei Gebäude des modernistischen Stils feierlich eröffnet und eingeweiht. Das waren der Kurie Saal des Bistums Telšiai, das neue Motiejus Valančius Gymnasium und das neue Gebäude der schon einige Jahre existierenden Handwerksschule, deren Direktor der in Prag seine Ausbildung abgeschlossene Karolis Šimonis war.

„Der talentierte, kaum bekannte und wahrscheinlich nicht wirklich sich selbst verwirklichte junge Architekt hat in Kaunas einige einprägsame Häuser gebaut, dann zog er nach Telšiai, wo er die einzigartige „kubistische“ orthodoxe Kirche geschaffen hatte, seine eigenartige nicht erfüllte Aura ist geblieben und verhüllt immer noch seinen Namen in der Geschichte der litauischen Architektur“, – so mit Hochachtung über den Projektautor des neuen Gebäudes, Vsevolod Kopylov, schrieb die Architekturforscherin Marija Oniščik. Das Gebäude der Handwerksschule kann nicht mit der Idee der orthodoxen Kirche gleichgesetzt werden, wurde aber von derselben Autorin zum „konstruktivistischen Palast“ ernannt.

Einige klug verbundenen Gebäudeteile, die weiße Fassade ergänzenden und zu dem Dach passenden Backstein Ausmauerungen zwischen den Fenstern, waren die besonderen Elemente des Gebäudes. Es könnte sein, dass solche Architektur der Schule auch die Schüler dazu animiert hatte, auch in ihrem Handwerk künstlerische Prinzipien anzuwenden. Die Handwerksschule in Telšiai wird für den Ursprung der Fakultät Telšiai der Kunstakademie Vilnius gehalten. Schon im Jahr 1939 wurden die hier hergestellten Möbel nach USA gebracht und in der New York Ausstellung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Im Jahr 1959 wurde die Fachschule Telšiai für angewandte Kunst eröffnet. Heute gehört das Gebäude der Fakultät Telšiai des (lt. Niederlitauischen) Kollegiums Žemaitija, hier ist ein Kunstinkubator eingerichtet.

Handwerksschule

Muziejaus Str. 29, Region Telšiai

Die in der Kurischen Landschaft gebaute Stadt Telšiai ist schon seit dem Jahr 1450 bekannt. Im Jahr 1791 wurden der Stadt die Magdeburger Rechte erteilt. Im selben Jahr haben die Bernhardiner Mönche auf dem Hügel eine gemauerte Kirche gebaut, die dann 1926, als Bistum Telšiai gegründet wurde, zu einer Kathedrale wurde. Im Jahr 1793 wurde die erste Schule gegründet. Im Jahr 1875 wurde eine Jeschiwa eröffnet, die dann 1941 nach Cleveland umgezogen ist. Die Stadt Telšiai entwickelte sich schnell, sowohl am Ende des 19. Jh., wie auch in der Zwischenkriegszeit. Die im Jahr 1932 verlegte Eisenbahnlinie wurde zu einem der Faktoren des Wachstums der Niederlitauischen Hauptstadt, gemeinsam mit Wirtschaftsexpansion und gesellschaftlichen Initiativen. Das Vermächtnis des schnellen Wachstums der Stadt in der Zwischenkriegszeit – ein Gebäude Netzwerk in modernistischer Architektur.

Am 4. Oktober 1936 wurden in Telšiai drei Gebäude des modernistischen Stils feierlich eröffnet und eingeweiht. Das waren der Kurie Saal des Bistums Telšiai, das neue Motiejus Valančius Gymnasium und das neue Gebäude der schon einige Jahre existierenden Handwerksschule, deren Direktor der in Prag seine Ausbildung abgeschlossene Karolis Šimonis war.

„Der talentierte, kaum bekannte und wahrscheinlich nicht wirklich sich selbst verwirklichte junge Architekt hat in Kaunas einige einprägsame Häuser gebaut, dann zog er nach Telšiai, wo er die einzigartige „kubistische“ orthodoxe Kirche geschaffen hatte, seine eigenartige nicht erfüllte Aura ist geblieben und verhüllt immer noch seinen Namen in der Geschichte der litauischen Architektur“, – so mit Hochachtung über den Projektautor des neuen Gebäudes, Vsevolod Kopylov, schrieb die Architekturforscherin Marija Oniščik. Das Gebäude der Handwerksschule kann nicht mit der Idee der orthodoxen Kirche gleichgesetzt werden, wurde aber von derselben Autorin zum „konstruktivistischen Palast“ ernannt.

Einige klug verbundenen Gebäudeteile, die weiße Fassade ergänzenden und zu dem Dach passenden Backstein Ausmauerungen zwischen den Fenstern, waren die besonderen Elemente des Gebäudes. Es könnte sein, dass solche Architektur der Schule auch die Schüler dazu animiert hatte, auch in ihrem Handwerk künstlerische Prinzipien anzuwenden. Die Handwerksschule in Telšiai wird für den Ursprung der Fakultät Telšiai der Kunstakademie Vilnius gehalten. Schon im Jahr 1939 wurden die hier hergestellten Möbel nach USA gebracht und in der New York Ausstellung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Im Jahr 1959 wurde die Fachschule Telšiai für angewandte Kunst eröffnet. Heute gehört das Gebäude der Fakultät Telšiai des (lt. Niederlitauischen) Kollegiums Žemaitija, hier ist ein Kunstinkubator eingerichtet.

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