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Künstlerhaus Kaunas

(ehem. Apostolische Nuntiatur)

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V. Putvinskio Str. 6, Kaunas
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Die meisten Vertretungen der Länder zogen nach Kaunas nur vorübergehend, d.h. nur solange bis Vilnius wieder zur Hauptstadt wird. Es ist nur zu gut verständlich, dass nur wenige, auch der reichen Länder, einen Sinn daran sahen in ein neues Gebäude zu investieren, so haben die meisten Vertretungen Räume oder Gebäude gemietet.

Zur einzigen Ausnahme in Kaunas der Zwischenkriegszeit wurde die Botschaft des Vatikans. Die Botschaft in der V. Putvinskio Str., die offiziell als Apostolischen Nuntiatur genannt wird, hat Vytautas Landsbergis-Žemkalnis im Jahr 1931 entworfen. Vielleicht aus diesem Grund, da der Architekt seine Ausbildung in Rom abgeschlossen hatte? Das Gebäude gleicht auch eher einer klassischen italienischen Villa, als seinen Nachbarn, die in der gleichen Zeit in der modernen, internationale Geheimnisse flüsternden, Allee, gebaut wurden. Dieser Villa wurde eine Ausnahme erteilt, sich von dem durchgehenden Perimeter der Straße abzuweichen und auf den Žaliakalnis Hang anzuheben. So entstanden ideale Bedingungen für einen für das Zentrum von Kaunas untypischen Garten, welcher auch noch heute die Einwohner und Besucher erfreut.

V. Landsbergis-Žemkalnis hatte in der Nuntiatur nicht nur Arbeitsräume, sondern auch Rekreationsbereiche vorgesehen. Das Esszimmer und die Orangerie im Erdgeschoss waren mit verschiebbaren Trennwänden getrennt und sobald diese aufgemacht wurden, so eröffneten sich großzügige Räume für die Feiern. Im Gebäude war auch ein Büro vorgesehen, im ersten Stockwerk waren das Arbeitszimmer, die Schafzimmer und eine Kapelle. Die Räume wurden mit einem geräumigen Eingangsbereich verbunden.

Politik hatte es so bestimmt, dass die Vatikan Vertreter in dieses Gebäude nicht eingezogen sind. Seit dem Jahr 1932 war hier ein Kinderkrankenhaus eingerichtet, später – eine Tuberkuloseklinik, ein Kindergarten. Bald wird das 50-jährige Jubiläum des hier letztendlich eingezogenen Kaunas Künstlerhauses gefeiert. Fast jeden Tag gibt es hier unterschiedliche Kultur- und Kunstveranstaltungen.
In der V. Putvinskio Str. gibt es auch noch mehrere Spuren der Diplomatie der Zwischenkriegszeit. Hier waren auch die Vertretungen von USA, Ungarn, Schweden, Argentina, Tschechoslowakei und Frankreich. Ganz in der Nähe war auch das Außenministerium, so kann man es nur erahnen, welche geheimnisvolle Atmosphäre es in diesem Viertel gewesen sein musste.

Im Jahr 2015 wurden mit Beschluss der EU-Kommission 44 Objekte modernistischer Architektur der Zwischenkriegszeit in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, unter ihnen auch das Werk von V. Landsbergis-Žemkalnis.

Künstlerhaus Kaunas

(ehem. Apostolische Nuntiatur)

V. Putvinskio Str. 6, Kaunas

Die meisten Vertretungen der Länder zogen nach Kaunas nur vorübergehend, d.h. nur solange bis Vilnius wieder zur Hauptstadt wird. Es ist nur zu gut verständlich, dass nur wenige, auch der reichen Länder, einen Sinn daran sahen in ein neues Gebäude zu investieren, so haben die meisten Vertretungen Räume oder Gebäude gemietet.

Zur einzigen Ausnahme in Kaunas der Zwischenkriegszeit wurde die Botschaft des Vatikans. Die Botschaft in der V. Putvinskio Str., die offiziell als Apostolischen Nuntiatur genannt wird, hat Vytautas Landsbergis-Žemkalnis im Jahr 1931 entworfen. Vielleicht aus diesem Grund, da der Architekt seine Ausbildung in Rom abgeschlossen hatte? Das Gebäude gleicht auch eher einer klassischen italienischen Villa, als seinen Nachbarn, die in der gleichen Zeit in der modernen, internationale Geheimnisse flüsternden, Allee, gebaut wurden. Dieser Villa wurde eine Ausnahme erteilt, sich von dem durchgehenden Perimeter der Straße abzuweichen und auf den Žaliakalnis Hang anzuheben. So entstanden ideale Bedingungen für einen für das Zentrum von Kaunas untypischen Garten, welcher auch noch heute die Einwohner und Besucher erfreut.

V. Landsbergis-Žemkalnis hatte in der Nuntiatur nicht nur Arbeitsräume, sondern auch Rekreationsbereiche vorgesehen. Das Esszimmer und die Orangerie im Erdgeschoss waren mit verschiebbaren Trennwänden getrennt und sobald diese aufgemacht wurden, so eröffneten sich großzügige Räume für die Feiern. Im Gebäude war auch ein Büro vorgesehen, im ersten Stockwerk waren das Arbeitszimmer, die Schafzimmer und eine Kapelle. Die Räume wurden mit einem geräumigen Eingangsbereich verbunden.

Politik hatte es so bestimmt, dass die Vatikan Vertreter in dieses Gebäude nicht eingezogen sind. Seit dem Jahr 1932 war hier ein Kinderkrankenhaus eingerichtet, später – eine Tuberkuloseklinik, ein Kindergarten. Bald wird das 50-jährige Jubiläum des hier letztendlich eingezogenen Kaunas Künstlerhauses gefeiert. Fast jeden Tag gibt es hier unterschiedliche Kultur- und Kunstveranstaltungen.
In der V. Putvinskio Str. gibt es auch noch mehrere Spuren der Diplomatie der Zwischenkriegszeit. Hier waren auch die Vertretungen von USA, Ungarn, Schweden, Argentina, Tschechoslowakei und Frankreich. Ganz in der Nähe war auch das Außenministerium, so kann man es nur erahnen, welche geheimnisvolle Atmosphäre es in diesem Viertel gewesen sein musste.

Im Jahr 2015 wurden mit Beschluss der EU-Kommission 44 Objekte modernistischer Architektur der Zwischenkriegszeit in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, unter ihnen auch das Werk von V. Landsbergis-Žemkalnis.

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