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Staatsphilharmonie Kaunas

(ehem. Justiz- und Parlamentspalast)

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E. Ožeškienės Str. 12, Kaunas
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Obwohl zu der Zeit der Ersten Litauischen Republik in Kaunas tausende von neuen, für unterschiedliche Zwecke vorgesehene Gebäude gebaut wurden, wurden nur sehr wenige von ihnen ausschließlich für staatliche Institutionen entworfen. Einer der Gründe dafür war, dass Kaunas die provisorische Hauptstadt war. Es gab immer noch Hoffnung, Vilnius wieder zu bekommen, so erachtete man es als nicht besonders sinnvoll in staatliche Gebäude zu investieren. Da die Bedürfnisse trotzdem ziemlich hoch waren, wurde es schon im Jahr 1925 damit begonnen, ein Palast für das Justizministerium zu bauen. Der Ort dafür wurde, so könnte man es sagen, aus historischen Gründen gewählt – hier war noch zur Zeit des Kaisers das Verwaltungszentrum der Stadt.

Geplant war, den Palast innerhalb von zwei Jahren zu bauen, aber es hing von den Assignationen des Landes ab. Die Bauarbeiten wurden im Jahr 1929 abgeschlossen. Die Kosten des Projektes haben sich mehr als zu verdoppelt, von 1 Million Litas bis zu 2,2 Millionen Litas. Der Architekt aus Kaunas, Edmundas Alfonsas Frykas (der auch zahlreiche Bahnhöfe in ganz Litauen entworfen hatte), kombinierte den monumentalen, für staatliche Institutionen besonders passenden, Neoklassizismus mit Art Déco und Details des nationalen Stils.

Zu Nachbarn der Angestellten des Justizministeriums wurden Mitarbeiter unterschiedlicher Justizbehörden, hier war auch das höchste Gericht untergebracht. Im oberen Teil der monumentalen Fassade des von beeindruckenden Säulen eingerahmten Gebäudes, gab es eine Innschrift, die alle Interessierten und zufällige Passanten daran erinnern sollte, dass Gerechtigkeit die Grundlage des Staates ist.

Im Jahr 1936 ist hier auch das Parlament eingezogen (Lietuvos aidas berichtete am 1. September desselben Jahres, direkt vor der Übertragung der ersten, großes Interesse hervorgerufenen und von dem neuen Standort ausgesendeten, Parlamentssitzung, dass die Renovierungsarbeiten erst am Abend vor der Ausstrahlung abgeschlossen wurden). , dessen Sitzungen sogar bis in das Jahr 1940 dort stattfanden, wo heute klassische, akademische und auch Musik der anderen Genres oder Epochen klingt. Hier spielt oft das Philharmonie Orchester der Stadt Kaunas.

Wie die absolute Mehrheit der Gebäude in Litauen, so wurde auch dieser Palast von der sowjetischen Okkupationsregierung übernommen. Die ersten zwanzig Jahre der sowjetischen Okkupation gab es in dem Palast unterschiedlichste Aktivitäten. Hier waren die Abteilung des Ministeriums für Wasserstraßen der Litauischen Sozialistischen Republik, das Projektierungsinstitut und sogar das Puppentheater untergebracht. Im Jahr 1961 ist hier die Philharmonie eingezogen. Im Jahr 2004 wurde der Palast von der Architektin Rymantė Gudienė rekonstruiert und für die Bedürfnisse der Musiker und Zuhörer angepasst.

Staatsphilharmonie Kaunas

(ehem. Justiz- und Parlamentspalast)

E. Ožeškienės Str. 12, Kaunas

Obwohl zu der Zeit der Ersten Litauischen Republik in Kaunas tausende von neuen, für unterschiedliche Zwecke vorgesehene Gebäude gebaut wurden, wurden nur sehr wenige von ihnen ausschließlich für staatliche Institutionen entworfen. Einer der Gründe dafür war, dass Kaunas die provisorische Hauptstadt war. Es gab immer noch Hoffnung, Vilnius wieder zu bekommen, so erachtete man es als nicht besonders sinnvoll in staatliche Gebäude zu investieren. Da die Bedürfnisse trotzdem ziemlich hoch waren, wurde es schon im Jahr 1925 damit begonnen, ein Palast für das Justizministerium zu bauen. Der Ort dafür wurde, so könnte man es sagen, aus historischen Gründen gewählt – hier war noch zur Zeit des Kaisers das Verwaltungszentrum der Stadt.

Geplant war, den Palast innerhalb von zwei Jahren zu bauen, aber es hing von den Assignationen des Landes ab. Die Bauarbeiten wurden im Jahr 1929 abgeschlossen. Die Kosten des Projektes haben sich mehr als zu verdoppelt, von 1 Million Litas bis zu 2,2 Millionen Litas. Der Architekt aus Kaunas, Edmundas Alfonsas Frykas (der auch zahlreiche Bahnhöfe in ganz Litauen entworfen hatte), kombinierte den monumentalen, für staatliche Institutionen besonders passenden, Neoklassizismus mit Art Déco und Details des nationalen Stils.

Zu Nachbarn der Angestellten des Justizministeriums wurden Mitarbeiter unterschiedlicher Justizbehörden, hier war auch das höchste Gericht untergebracht. Im oberen Teil der monumentalen Fassade des von beeindruckenden Säulen eingerahmten Gebäudes, gab es eine Innschrift, die alle Interessierten und zufällige Passanten daran erinnern sollte, dass Gerechtigkeit die Grundlage des Staates ist.

Im Jahr 1936 ist hier auch das Parlament eingezogen (Lietuvos aidas berichtete am 1. September desselben Jahres, direkt vor der Übertragung der ersten, großes Interesse hervorgerufenen und von dem neuen Standort ausgesendeten, Parlamentssitzung, dass die Renovierungsarbeiten erst am Abend vor der Ausstrahlung abgeschlossen wurden). , dessen Sitzungen sogar bis in das Jahr 1940 dort stattfanden, wo heute klassische, akademische und auch Musik der anderen Genres oder Epochen klingt. Hier spielt oft das Philharmonie Orchester der Stadt Kaunas.

Wie die absolute Mehrheit der Gebäude in Litauen, so wurde auch dieser Palast von der sowjetischen Okkupationsregierung übernommen. Die ersten zwanzig Jahre der sowjetischen Okkupation gab es in dem Palast unterschiedlichste Aktivitäten. Hier waren die Abteilung des Ministeriums für Wasserstraßen der Litauischen Sozialistischen Republik, das Projektierungsinstitut und sogar das Puppentheater untergebracht. Im Jahr 1961 ist hier die Philharmonie eingezogen. Im Jahr 2004 wurde der Palast von der Architektin Rymantė Gudienė rekonstruiert und für die Bedürfnisse der Musiker und Zuhörer angepasst.

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