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Vytautas-Magnus-Militärmuseum und das Nationale M.-K.-Čiurlionis-Kunstmuseum

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K. Donelaičio Str. 64, Kaunas
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Es gibt in Litauen diesem Komplex der zwei besonders reichen Museen nichts Vergleichbares. Das ist eines der aussagekräftigsten Denkmäler der Zwischenkriegszeit, sowohl im Sinne des Umfangs wie auch des Ehrgeizes.

Die Anfänge des Vytautas-Magnus-Militärmuseums reichen bis in das Jahr 1919. In dem am 22. Januar 1921 unterzeichneten Befehl wird es verkündet, dass das zu erschaffende Militärmuseum einem edlen und ehrenhaften Ziel dient – den nachkommenden Generationen einen ewigen Denkmal darüber zu erschaffen, wie Litauen, über Jahrhunderte von Feinden bemüht, es geschafft hatte, ihre Sklavenfesseln abzulegen und mit einer Waffe in der Hand, über Schmerzen und Kämpfe ihre Unabhängigkeit erreichte. Die erste Ausstellung wurde im Territorium vom heutigen Vienybės aikštė (dt. Platz der Einheit) eingerichtet, in der alten Holzmanege der 3. Don Infanterie Division der Kaiserlichen russischen Armee. In wenigen Jahren musste das Museum aber wegen schlechten baulichen Zustands geschlossen werden und dann begannen die Diskussionen, welches Gebäude diese Funktion erfüllen könnte und wo so ein Gebäude stehen könnte.
Die Geschichte des Nationalen M. K. Čiurlionis Museums beginnt am 14. Dezember 1921. Die erste Čiurlionis Galerie wurde auf dem Berg der Eulen (lt. Pelėdų kalno) eingerichtet, sie kann auch heute noch besichtigt werden.

Der Grundstein des neuen Museums wurde im Jahr 1930, dem Gedenkjahr zum Vytautas-Magnus 500-jährigen Todesjubiläum, geweiht. Für das Fundament des Gebäudes wurde Erde vom Gediminas Berg und anderen Orten gebracht, wo Unabhängigkeitskämpfe bestritten wurden. Der Werdegang des in der Presse der Zwischenkriegszeit als das Volkskulturhaus (lt. Tautos kultūros namai) genannten Projektes wurde sowohl zu einer nationalen, aber auch zu einer persönlichen Angelegenheit jeden Litauers. Sogar zwei Mal wurden Architekturausschreibungen initiiert und die Bauarbeiten, die sowohl von den Litauern vor Ort wie aus dem Ausland finanziert wurden, dauerten sogar für diese Zeit unglaubliche 6 Jahre. Das Gebäude wurde am 16. Februar 1936 eröffnet.

Das Gebäude wurde von Vladimiras Dubeneckis mit Hilfe von Karolis Reisonas geplant. Der südliche Teil des Militärmuseums ist ein symbolisches Denkmal für den Vytautas den Großen. Unter den wichtigsten Akzenten – der Carillon-Turm, die Arkade mit einer Kanonen Exposition und die aus dem Astravas Schloss in Biržai gebrachten Löwen, die tausende von Fotoalben schmücken. Der nördliche Teil ist die für Čiurlionis gewidmete Seite, die offensichtlich von den Werken des Symbolisten inspiriert wurde, in der Hauptfassade sieht man auch mit bloßem Auge das von dem Künstler sehr beliebte Motiv der Krone.

Im Jahr 2015 wurden mit Beschluss der EU-Kommission 44 Objekte modernistischer Architektur der Zwischenkriegszeit in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, unter ihnen auch dieses Museen Komplex.

Vytautas-Magnus-Militärmuseum und das Nationale M.-K.-Čiurlionis-Kunstmuseum

K. Donelaičio Str. 64, Kaunas

Es gibt in Litauen diesem Komplex der zwei besonders reichen Museen nichts Vergleichbares. Das ist eines der aussagekräftigsten Denkmäler der Zwischenkriegszeit, sowohl im Sinne des Umfangs wie auch des Ehrgeizes.

Die Anfänge des Vytautas-Magnus-Militärmuseums reichen bis in das Jahr 1919. In dem am 22. Januar 1921 unterzeichneten Befehl wird es verkündet, dass das zu erschaffende Militärmuseum einem edlen und ehrenhaften Ziel dient – den nachkommenden Generationen einen ewigen Denkmal darüber zu erschaffen, wie Litauen, über Jahrhunderte von Feinden bemüht, es geschafft hatte, ihre Sklavenfesseln abzulegen und mit einer Waffe in der Hand, über Schmerzen und Kämpfe ihre Unabhängigkeit erreichte. Die erste Ausstellung wurde im Territorium vom heutigen Vienybės aikštė (dt. Platz der Einheit) eingerichtet, in der alten Holzmanege der 3. Don Infanterie Division der Kaiserlichen russischen Armee. In wenigen Jahren musste das Museum aber wegen schlechten baulichen Zustands geschlossen werden und dann begannen die Diskussionen, welches Gebäude diese Funktion erfüllen könnte und wo so ein Gebäude stehen könnte.
Die Geschichte des Nationalen M. K. Čiurlionis Museums beginnt am 14. Dezember 1921. Die erste Čiurlionis Galerie wurde auf dem Berg der Eulen (lt. Pelėdų kalno) eingerichtet, sie kann auch heute noch besichtigt werden.

Der Grundstein des neuen Museums wurde im Jahr 1930, dem Gedenkjahr zum Vytautas-Magnus 500-jährigen Todesjubiläum, geweiht. Für das Fundament des Gebäudes wurde Erde vom Gediminas Berg und anderen Orten gebracht, wo Unabhängigkeitskämpfe bestritten wurden. Der Werdegang des in der Presse der Zwischenkriegszeit als das Volkskulturhaus (lt. Tautos kultūros namai) genannten Projektes wurde sowohl zu einer nationalen, aber auch zu einer persönlichen Angelegenheit jeden Litauers. Sogar zwei Mal wurden Architekturausschreibungen initiiert und die Bauarbeiten, die sowohl von den Litauern vor Ort wie aus dem Ausland finanziert wurden, dauerten sogar für diese Zeit unglaubliche 6 Jahre. Das Gebäude wurde am 16. Februar 1936 eröffnet.

Das Gebäude wurde von Vladimiras Dubeneckis mit Hilfe von Karolis Reisonas geplant. Der südliche Teil des Militärmuseums ist ein symbolisches Denkmal für den Vytautas den Großen. Unter den wichtigsten Akzenten – der Carillon-Turm, die Arkade mit einer Kanonen Exposition und die aus dem Astravas Schloss in Biržai gebrachten Löwen, die tausende von Fotoalben schmücken. Der nördliche Teil ist die für Čiurlionis gewidmete Seite, die offensichtlich von den Werken des Symbolisten inspiriert wurde, in der Hauptfassade sieht man auch mit bloßem Auge das von dem Künstler sehr beliebte Motiv der Krone.

Im Jahr 2015 wurden mit Beschluss der EU-Kommission 44 Objekte modernistischer Architektur der Zwischenkriegszeit in Kaunas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, unter ihnen auch dieses Museen Komplex.

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