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Wohnhaus

(ehemalige Stadtverwaltung und Polizeidirektion) und Freiheitsdenkmal

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Laisvės Allee 8, Region Plungė
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Der seit dem Jahr 1567 in schriftlichen Quellen erwähnten Stadt Plungė, wurden die Magdeburger Rechte im Jahr 1792 erteilt. Im 19. Jh. herrschten in Plungė die Grafen Zubovai, von ihnen haben die Fürsten Oginskiai das Plungė Schoss erworben. Sie haben im Schloss eine der ersten Musikschulen in Litauen gegründet und einen Schlosspark angelegt.

Der prestigevolle, bis zu dem Schlosspark führende, Plungė Boulevard wurde am Ende des 19. Jh. im Auftrag von Mykolas Oginskis geplant und mit Linden bepflanzt. Am Anfang wurde er auch Boulevard Straße genannt, bis er nach der Unabhängigkeitserklärung zu Laisvės alėja (Freiheitsallee) umbenannt wurde.
In den Jahren der Ersten Litauischen Republik war diese Straße eine der Hauptstraßen, hier waren Verwaltungseinrichtungen untergebracht: Stadtverwaltung von Plungė, Gymnasium, Polizeidirektion, Feuerwehr, Schützenstützpunkt, Šaulių klubo (dt. Schützenclub) Restaurant, Kino, Forstamt, Apotheke. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Alee Žemaitė genannt. Nach der Unabhängigkeitserkärung bekam die Allee wieder ihren früheren Namen Laisvės alėja.

Unter der Adresse Laisvės alėja 8, in dem noch bis zu dem Ersten Weltkrieg gebauten und heute noch stehenden Haus, war in den Jahren 1919 – ̴1930 die Stadtverwaltung von Plungė untergebracht, einige Zeit lang war hier auch die Polizeidirektion eingerichtet. In diesem Haus arbeitete auch der erste Bürgermeister von Plungė Boruch David Goldwasser, der die Stadt in den Jahren 1918-1930 verwaltet hatte. Im Jahr 1928 wurde ihm die Litauische Unabhängigkeitsmedaille verliehen. Im Jahr 1937 emigrierte er mit seiner Familie nach Südafrika. Er starb im Jahr 1956.

Näherrückend dem zehnjährigen Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung, wurde es entschieden, in Plungė diesem Ereignis ein Denkmal zu bauen. Mit dem Bau des Freiheitssymbols wurde es im Jahr 1928 begonnen und abgeschlossen wurde es im Sommer 1931. Kurz vor dem offiziellen Abschluss der Arbeiten, drückte die örtliche katholische Gemeinde ihre Unzufriedenheit aus, weil das Freiheitssymbol – der Engel – von dem Künstler Kleinauskas mit nackter Brust dargestellt wurde. Die Freiheitsstatue war vor der Kirche geplant, die Intellektuellen der Stadt haben einer Statue mit christlicher Symbolik nicht zugestimmt.

In einigen Jahren wurde die schon beschädigte Statue demontiert und ihr weiteres Schicksal ist unbekannt. Der Betonsockel wurde im sechsten Jahrzehnt gesprengt. Am 7. September 1992, zum 200-jährigen Jubiläum der Selbstverwaltung von Plungė, wurde der Sockel wiederaufgebaut. Die neue Statue aus Bronze wurde geweiht. Autor der Skulptur ist der Bildhauer der Kunstwerkstätten in Vilnius Vilimas Ketvirtis.

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(ehemalige Stadtverwaltung und Polizeidirektion) und Freiheitsdenkmal

Laisvės Allee 8, Region Plungė

Der seit dem Jahr 1567 in schriftlichen Quellen erwähnten Stadt Plungė, wurden die Magdeburger Rechte im Jahr 1792 erteilt. Im 19. Jh. herrschten in Plungė die Grafen Zubovai, von ihnen haben die Fürsten Oginskiai das Plungė Schoss erworben. Sie haben im Schloss eine der ersten Musikschulen in Litauen gegründet und einen Schlosspark angelegt.

Der prestigevolle, bis zu dem Schlosspark führende, Plungė Boulevard wurde am Ende des 19. Jh. im Auftrag von Mykolas Oginskis geplant und mit Linden bepflanzt. Am Anfang wurde er auch Boulevard Straße genannt, bis er nach der Unabhängigkeitserklärung zu Laisvės alėja (Freiheitsallee) umbenannt wurde.
In den Jahren der Ersten Litauischen Republik war diese Straße eine der Hauptstraßen, hier waren Verwaltungseinrichtungen untergebracht: Stadtverwaltung von Plungė, Gymnasium, Polizeidirektion, Feuerwehr, Schützenstützpunkt, Šaulių klubo (dt. Schützenclub) Restaurant, Kino, Forstamt, Apotheke. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Alee Žemaitė genannt. Nach der Unabhängigkeitserkärung bekam die Allee wieder ihren früheren Namen Laisvės alėja.

Unter der Adresse Laisvės alėja 8, in dem noch bis zu dem Ersten Weltkrieg gebauten und heute noch stehenden Haus, war in den Jahren 1919 – ̴1930 die Stadtverwaltung von Plungė untergebracht, einige Zeit lang war hier auch die Polizeidirektion eingerichtet. In diesem Haus arbeitete auch der erste Bürgermeister von Plungė Boruch David Goldwasser, der die Stadt in den Jahren 1918-1930 verwaltet hatte. Im Jahr 1928 wurde ihm die Litauische Unabhängigkeitsmedaille verliehen. Im Jahr 1937 emigrierte er mit seiner Familie nach Südafrika. Er starb im Jahr 1956.

Näherrückend dem zehnjährigen Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung, wurde es entschieden, in Plungė diesem Ereignis ein Denkmal zu bauen. Mit dem Bau des Freiheitssymbols wurde es im Jahr 1928 begonnen und abgeschlossen wurde es im Sommer 1931. Kurz vor dem offiziellen Abschluss der Arbeiten, drückte die örtliche katholische Gemeinde ihre Unzufriedenheit aus, weil das Freiheitssymbol – der Engel – von dem Künstler Kleinauskas mit nackter Brust dargestellt wurde. Die Freiheitsstatue war vor der Kirche geplant, die Intellektuellen der Stadt haben einer Statue mit christlicher Symbolik nicht zugestimmt.

In einigen Jahren wurde die schon beschädigte Statue demontiert und ihr weiteres Schicksal ist unbekannt. Der Betonsockel wurde im sechsten Jahrzehnt gesprengt. Am 7. September 1992, zum 200-jährigen Jubiläum der Selbstverwaltung von Plungė, wurde der Sockel wiederaufgebaut. Die neue Statue aus Bronze wurde geweiht. Autor der Skulptur ist der Bildhauer der Kunstwerkstätten in Vilnius Vilimas Ketvirtis.

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