ZURÜCK

Žemaitė Schule

10°C
Šviesos Str. 15, Region Telšiai
Hören
Routen

Am 4. Oktober 1936 wurden in Telšiai insgesamt drei Gebäude feierlich eröffnet. An erster Stelle das neue Gebäude des schon im Jahr 1918 gegründeten Bischof Motiejus Valančius Gymnasiums. Das war ein lang ersehntes Fest für die Gemeinschaft und die Schüler, die bis dahin in zwei dafür nicht geeigneten Gebäuden untergekommen waren, obwohl die Kinder hier von Vydūnas und Šatrijos Ragana unterrichtet wurden.

Der Autor des in allen Hinsichten modernistischen Projektes, Steponas Stulginskis, erlernte die Prinzipien des Modernismus während seines Studiums in Prag. In seiner Biografie gibt es mehrere für Bildungszwecke gebauten Gebäude, inbegriffen auch die im selben Jahr eröffnete Grundschule in Telšiai und das moderne Kreiskrankenhaus mit einem separaten Operationsblock, dessen in Deutschland gekaufte Einrichtung 100 00 Litas gekostet hatte.

Bei seinen Entwürfen der Bildungseinrichtungen, plante der Architekt gewöhnlich auch das ganze Territorium – Sport- und Spielplätze, Gärten. Genau dieses Gymnasium wurde zu einem Beispiel des puren Modernismus und Konstruktivismus. Heute mag es unglaublich klingen, aber die Lehrer des Gymnasiums haben ein Monatslohn dafür gewidmet, damit die Schule einen Balkon hat.

Der Architekt S. Stulginskis war nach dem Krieg Vorstandsvorsitzender des Litauischen Architektenverbandes, Dekan der Architekturfakultät an der Staatlichen Universität Kaunas (später: Polytechnisches Institut Kaunas, Technische Universität Kaunas). Später wurde er vertrieben und als er nach Litauen zurückkam, arbeitete er weiter in den Bereichen der Architektur und des Bauwesens.
In den Jahren der deutschen Okkupation, sind 50 Gymnasiasten in das Juden-Ghetto geraten. In den Kriegsjahren wurde im Schulgebäude ein Krankenhaus eingerichtet, so mussten die Schüler wieder in ungeeignete Räume umziehen. Die Gemeinde hat es geschafft, die Bibliothek des Gymnasiums zu retten. Die Bücher und das restliche Inventar waren in der Scheune des Alka Museums versteckt.

Der Name der Klassikerin der litauischen Literatur wurde dem Mädchengymnasium im Jahr 1945, an ihrem 100-jährigen Geburtsjahrestag, verliehen. Später, als nicht nur Mädchen, sondern auch Jungs in diese Schule gingen, wurde es zu einer Žemaitė Mittelschule und heute ist es ein Gymnasium. In der Zeit der sowjetischen Okkupation wurde hier verstärkt auf den Unterricht der Litauischen Sprache geachtet. Das Gymnasium kann auf die beeindruckende Liste der ehemaligen Schüler stolz sein, unter ihnen waren Vytautas Mačernis, Alma Adamkienė, Alfredas Bumblauskas und zahlreiche andere Künstler, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Wissenschaftler, Sportler.

Žemaitė Schule

Šviesos Str. 15, Region Telšiai

Am 4. Oktober 1936 wurden in Telšiai insgesamt drei Gebäude feierlich eröffnet. An erster Stelle das neue Gebäude des schon im Jahr 1918 gegründeten Bischof Motiejus Valančius Gymnasiums. Das war ein lang ersehntes Fest für die Gemeinschaft und die Schüler, die bis dahin in zwei dafür nicht geeigneten Gebäuden untergekommen waren, obwohl die Kinder hier von Vydūnas und Šatrijos Ragana unterrichtet wurden.

Der Autor des in allen Hinsichten modernistischen Projektes, Steponas Stulginskis, erlernte die Prinzipien des Modernismus während seines Studiums in Prag. In seiner Biografie gibt es mehrere für Bildungszwecke gebauten Gebäude, inbegriffen auch die im selben Jahr eröffnete Grundschule in Telšiai und das moderne Kreiskrankenhaus mit einem separaten Operationsblock, dessen in Deutschland gekaufte Einrichtung 100 00 Litas gekostet hatte.

Bei seinen Entwürfen der Bildungseinrichtungen, plante der Architekt gewöhnlich auch das ganze Territorium – Sport- und Spielplätze, Gärten. Genau dieses Gymnasium wurde zu einem Beispiel des puren Modernismus und Konstruktivismus. Heute mag es unglaublich klingen, aber die Lehrer des Gymnasiums haben ein Monatslohn dafür gewidmet, damit die Schule einen Balkon hat.

Der Architekt S. Stulginskis war nach dem Krieg Vorstandsvorsitzender des Litauischen Architektenverbandes, Dekan der Architekturfakultät an der Staatlichen Universität Kaunas (später: Polytechnisches Institut Kaunas, Technische Universität Kaunas). Später wurde er vertrieben und als er nach Litauen zurückkam, arbeitete er weiter in den Bereichen der Architektur und des Bauwesens.
In den Jahren der deutschen Okkupation, sind 50 Gymnasiasten in das Juden-Ghetto geraten. In den Kriegsjahren wurde im Schulgebäude ein Krankenhaus eingerichtet, so mussten die Schüler wieder in ungeeignete Räume umziehen. Die Gemeinde hat es geschafft, die Bibliothek des Gymnasiums zu retten. Die Bücher und das restliche Inventar waren in der Scheune des Alka Museums versteckt.

Der Name der Klassikerin der litauischen Literatur wurde dem Mädchengymnasium im Jahr 1945, an ihrem 100-jährigen Geburtsjahrestag, verliehen. Später, als nicht nur Mädchen, sondern auch Jungs in diese Schule gingen, wurde es zu einer Žemaitė Mittelschule und heute ist es ein Gymnasium. In der Zeit der sowjetischen Okkupation wurde hier verstärkt auf den Unterricht der Litauischen Sprache geachtet. Das Gymnasium kann auf die beeindruckende Liste der ehemaligen Schüler stolz sein, unter ihnen waren Vytautas Mačernis, Alma Adamkienė, Alfredas Bumblauskas und zahlreiche andere Künstler, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Wissenschaftler, Sportler.

Ihr Kommentar

Senden
Kommentar erfolgreich abgesendet!